Induktiver Blindwiderstand Rechner
Gib eine Induktivität und eine Frequenz ein, um den induktiven Blindwiderstand in Ohm zu erhalten — und sieh, warum eine Spule den Wechselstrom mit steigender Frequenz stärker hemmt.
Blindwiderstand in einem Schritt
Gib die Induktivität in Henry und die Frequenz in Hertz ein und der Rechner liefert den induktiven Blindwiderstand (Xl = 2π·f·L) in Ohm.
SI-Einheiten verwenden
Induktivität in Henry und Frequenz in Hertz ergeben den Blindwiderstand in Ohm — teile Millihenry durch 1000, um Henry zu erhalten, bevor du startest.
Was ist induktiver Blindwiderstand?
Der Widerstand einer Spule gegen Wechselstrom
Der induktive Blindwiderstand ist der Widerstand, den eine Spule einem sich ändernden Strom entgegensetzt, gemessen in Ohm. Er hängt von zwei Dingen ab: der Induktivität der Spule und der Frequenz des Signals. Je höher eines von beiden ist, desto stärker hemmt die Spule den Strom. Das ist der Wert hinter Frequenzweichen in Lautsprechern, dem Verhalten von Transformatoren und jedem Filter, das hohe Frequenzen blockieren und tiefe durchlassen soll.
Gib eine Induktivität in Henry und eine Frequenz in Hertz ein, um sofort den induktiven Blindwiderstand in Ohm zu erhalten.
Der induktive Blindwiderstand ist zwei mal pi, multipliziert mit der Frequenz, multipliziert mit der Induktivität.
Xl = 2π × f × LSowohl die Frequenz als auch die Induktivität gehen in der ersten Potenz in die Formel ein, daher steigt der Blindwiderstand direkt proportional zu beiden. Verdoppelst du die Frequenz, verdoppelt sich der Blindwiderstand; verdoppelst du die Induktivität, ebenfalls. Verwende Henry und Hertz, dann kommt der Blindwiderstand in Ohm zurück, derselben Einheit wie der gewöhnliche Widerstand.
Angenommen, eine Spule mit 0,1 H ist an ein 60-Hz-Netz angeschlossen.
2π bestimmen
2 × π = 6,283185 — die Konstante, die aus der Frequenz die Kreisfrequenz macht.
Mit der Frequenz multiplizieren
6,283185 × 60 = 376,991118 — die Kreisfrequenz in Radiant pro Sekunde.
Mit der Induktivität multiplizieren
376,991118 × 0,1 = 37,699112 Ω — der induktive Blindwiderstand der Spule.
Der Blindwiderstand in Ohm sagt dir, wie stark die Spule den Wechselstrom bei dieser Frequenz hemmt, so wie der Wert eines Widerstands angibt, wie stark er einen Gleichstrom hemmt. Der entscheidende Unterschied: Der Blindwiderstand ändert sich mit der Frequenz. Die Spule mit 0,1 H oben zeigt 37,7 Ω bei 60 Hz, bei 600 Hz aber das Zehnfache, etwa 377 Ω, und bei sehr hohen Frequenzen verhält sie sich fast wie ein offener Stromkreis. Genau diese Frequenzabhängigkeit macht Spulen in Filtern und Frequenzweichen nützlich — sie lassen tiefe Frequenzen leicht durch und drosseln hohe. Ein Blindwiderstand nahe null bedeutet, dass die Spule das Signal kaum beeinflusst; ein großer Blindwiderstand bedeutet, dass sie den Stromkreis dominiert. Den gesamten Widerstand bei einem zusätzlichen ohmschen Widerstand berechnest du als Impedanz, nicht durch einfache Addition, denn beide sind um 90 Grad phasenverschoben.
Die Formel ist exakt, doch ein paar praktische Punkte solltest du im Blick behalten.
Ideale Spule und einheitliche Einheiten
Dieser Rechner liefert den Blindwiderstand einer idealen Spule. Eine echte Spule hat auch einen Wicklungswiderstand und eine Eigenkapazität, sodass ihre gemessene Impedanz leicht abweicht, besonders bei sehr hohen Frequenzen. Halte deine Einheiten durchgängig gleich — Henry für die Induktivität und Hertz für die Frequenz —, sonst stimmen die Ohm nicht: Rechne Millihenry in Henry um, indem du durch 1000 teilst, bevor du den Wert eingibst.