Spulen-Induktivität Rechner
Aus Windungszahl, Spulenradius und Spulenlänge erhältst du die Induktivität einer langen, einlagigen Luftspule in Mikrohenry und Millihenry.
Drei Eingaben, eine Induktivität
Gib Windungszahl, Spulenradius und Spulenlänge ein und der Rechner liefert die Induktivität L = µ₀ × N² × A / l in µH und mH.
Näherung für lange Spulen
Diese Formel setzt eine lange, dünne Spule voraus (Länge viel größer als der Radius). Kurze, dicke Spulen liefern einen zu hohen Wert.
Was ist ein Spulen-Induktivität-Rechner?
Windungen, Radius und Länge rein, Induktivität raus
Eine Spule ist ein in einer Lage um einen Zylinder gewickelter Draht. Ein Spulen-Induktivität-Rechner macht aus drei Größen die eine Zahl, auf die es ankommt: die Induktivität, also wie stark die Spule einer Änderung des durchfließenden Stroms entgegenwirkt. Mehr Windungen, eine breitere Spule oder eine kürzere Wicklung treiben die Induktivität nach oben. Damit sind diese drei Eingaben alles, was du brauchst — zum Wickeln einer Luft-HF-Spule, zum Auslegen der Spule in einem LC-Schwingkreis, zum Bau einer selbstgemachten Drossel oder zum Prüfen einer Lehrbuchaufgabe.
Gib Windungszahl, Spulenradius und Spulenlänge ein, um die Induktivität sofort in Mikrohenry und Millihenry zu erhalten.
Eine Formel, gebildet aus den Windungen, der Geometrie und der Konstante µ₀ (der Permeabilität des Vakuums, 4π × 10⁻⁷ H/m).
L = µ₀ × N² × A / l, mit A = π × r²N ist die Windungszahl, A = π × r² die Querschnittsfläche aus dem Spulenradius r (der Rechner wandelt deine Zentimeter in Meter um), l die Spulenlänge in Metern und µ₀ die feste Permeabilität des Vakuums. Die Induktivität wächst mit dem Quadrat der Windungen und mit der Querschnittsfläche und sinkt, wenn die Spule länger wird — eine dicht gewickelte, breite Spule mit vielen Windungen liefert also die größte Induktivität.
Angenommen, du wickelst 100 Windungen auf einen Körper mit Radius 1 cm über eine Länge von 5 cm.
Umrechnen und Fläche bestimmen
r = 1 cm = 0,01 m, also A = π × 0,01² = 3,1416 × 10⁻⁴ m². Länge l = 5 cm = 0,05 m.
Formel anwenden
L = (4π × 10⁻⁷) × 100² × 3,1416 × 10⁻⁴ / 0,05 = 7,8957 × 10⁻⁵ H.
Einheiten skalieren
7,8957 × 10⁻⁵ H = 78,956835 µH = 0,078957 mH.
Die Induktivität sagt dir, wie stark die Spule einer Stromänderung widersteht — eine höhere Zahl bedeutet, dass sie mehr magnetische Energie speichert und träger reagiert, wenn der Strom steigt oder fällt. Der Beispielwert (etwa 78,96 µH bei 100 Windungen, 1 cm Radius und 5 cm Länge) liegt im Mikrohenry-Bereich, typisch für kleine Luft-HF-Spulen. Die wichtigste Erkenntnis: Die Windungen gehen als Quadrat ein — behältst du dieselbe Spule und verdoppelst die Windungen, vervierfacht sich die Induktivität, weshalb ein paar zusätzliche Windungen den Wert weit stärker verändern, als du vermuten würdest. Verbreitere die Spule, und die Induktivität steigt mit der Fläche (dem Quadrat des Radius); ziehst du dieselbe Windungszahl über einen längeren Körper, sinkt sie. Die Werte in Mikrohenry und Millihenry sind dieselbe Größe in zwei Maßstäben — 1000 µH = 1 mH — nimm also den, der zum verglichenen Bauteil passt. Um eine Zielinduktivität zu treffen, sind die Windungen wegen dieser quadratischen Beziehung meist deine feinste Stellschraube.
Die Formel ist die Näherung für lange Spulen, daher solltest du ein paar praktische Punkte im Blick behalten.
Lange Luftspulen und einheitliche Einheiten
Diese Formel setzt eine lange, einlagige Luftspule voraus, bei der die Länge viel größer als der Radius ist. Bei einer kurzen, dicken Spule überschätzt sie die Induktivität — ein genaueres Ergebnis braucht die Korrektur nach Wheeler oder Nagaoka. Sie nimmt außerdem Luft (oder Vakuum) im Inneren an; ein Ferrit- oder Eisenkern vervielfacht die Induktivität um die relative Permeabilität des Kerns, was dieses Luftspulen-Modell nicht enthält. Halte Radius und Länge in Zentimetern wie beschriftet; Meter oder Millimeter verschieben das Ergebnis um Zehnerpotenzen.