Prostatavolumen Rechner
Schätze das Prostatavolumen aus drei Maßen — plus Drüsengewicht und PSA-Dichte.
Drei Maße
Gib Länge, Breite und Höhe in Zentimetern aus einem transrektalen Ultraschall- oder MRT-Befund ein.
Eine Schätzung, keine Diagnose
Das Volumen ist nur ein Wert, den Ärztinnen und Ärzte neben Symptomen, Untersuchung und PSA nutzen — für sich allein keine Diagnose.
Was ist das Prostatavolumen?
Warum die Größe der Drüse zählt
Das Prostatavolumen ist die Größe der Prostata, angegeben in Millilitern (gleich Kubikzentimeter). Es wird aus drei in der Bildgebung gemessenen Durchmessern geschätzt und ist ein üblicher Wert in der Urologie. Wie klinische Referenzen wie StatPearls (NIH) und die European Association of Urology beschreiben, hilft die Drüsengröße, Harnsymptome zu erklären, die Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH) zu steuern und — zusammen mit einem PSA-Bluttest — die Krebsrisiko-Einschätzung über die PSA-Dichte zu schärfen.
Die Prostata wird als prolates Ellipsoid modelliert — eine Eiform — ihr Volumen ist also das Produkt der drei Durchmesser und einer Konstanten.
Volumen = (π / 6) × Länge × Breite × Höhe ≈ 0,52 × L × B × HDer Faktor π/6 ist etwa 0,52, weshalb die Ellipsoidmethode oft als „0,52-Formel“ geschrieben wird. Das Volumen mit rund 1,05 — der Dichte von Prostatagewebe — zu multiplizieren, ergibt das geschätzte Drüsengewicht in Gramm, eine Prostata von 33 ml wiegt also etwa 35 g. Gibst du zusätzlich einen PSA-Wert ein, ergibt seine Division durch das Volumen die PSA-Dichte, eine Zahl, die einen grenzwertigen PSA-Wert einordnen hilft.
Ein MRT-Befund nennt die Prostata mit 4,5 cm Länge, 4,0 cm Breite und 3,5 cm Tiefe, bei einem aktuellen PSA von 4,0 ng/ml.
Die drei Durchmesser multiplizieren
4,5 × 4,0 × 3,5 = 63 cm³ vor dem Formfaktor.Den Ellipsoidfaktor anwenden
63 × 0,52 ≈ 33 ml — das Prostatavolumen.Das Gewicht schätzen
33 × 1,05 ≈ 35 g.Die PSA-Dichte berechnen
4,0 ÷ 33 ≈ 0,12 ng/ml/cm³ — unter dem oft genannten Schwellenwert von 0,15.
Volumen und PSA-Dichte werden gegen grobe Richtwerte gedeutet, doch nur eine Ärztin oder ein Arzt kann sie auf deine Situation anwenden.
Etwa 20–30 ml
Eine typische Erwachsenenprostata. Die Größe steigt mit dem Alter allmählich, eine einzelne Zahl sagt also ohne Kontext wenig aus.
Über ~30 ml
Oft als vergrößert beschrieben und kann mit BPH einhergehen, besonders bei vorhandenen Harnsymptomen.
PSA-Dichte über 0,15
Eine höhere PSA-Dichte ist ein Faktor, der eine Urologin oder einen Urologen zu weiteren Tests wie einer Biopsie bewegen kann.
Die PSA-Dichte existiert, weil ein hoher PSA-Wert schlicht eine große Drüse statt Krebs widerspiegeln kann. Die Division von PSA durch Volumen trennt diese Fälle: Derselbe PSA von 4,0 ng/ml bedeutet in einer 25-ml-Drüse etwas anderes als in einer 60-ml-Drüse. Der oft genannte Grenzwert von 0,15 ng/ml/cm³ ist ein Anhaltspunkt, keine Regel — Leitlinien von Gremien wie der American Urological Association behandeln ihn als einen Teil eines größeren Bildes.
Das Volumen ist deine geschätzte Drüsengröße, das Gewicht ist dieses Volumen skaliert mit der Gewebedichte, und die PSA-Dichte (wenn du einen PSA-Wert angibst) setzt deinen Bluttest zur Drüsengröße ins Verhältnis. Nichts davon ist eine Diagnose. Das Volumen steigt natürlicherweise mit dem Alter, einzelne Drüsen unterscheiden sich in der Form, und dieselben Maße können je nach Symptomen, Untersuchung und Vorgeschichte ganz verschiedene klinische Bilder begleiten. Nutze das Ergebnis, um deinen Bildgebungsbefund zu verstehen und bessere Fragen zu stellen, nicht um allein zu einem Schluss zu kommen.
Die Rechnung ist exakt; die klinische Bedeutung nicht.
Nur zur Information — konsultiere eine medizinische Fachperson
Dieser Rechner dient nur der allgemeinen Information und Aufklärung und ist keine medizinische Diagnose. Die Ellipsoidformel ist eine Näherung — Messtechnik, Drüsenform und ein vorhandener Mittellappen beeinflussen die Genauigkeit, und bildgebungsbasierte Volumina können um 10–20 % vom wahren Wert abweichen. Referenzbereiche und der PSA-Dichte-Schwellenwert sind allgemeine Anhaltspunkte, die zwischen Leitlinien und Personen variieren. Besprich deine Maße, deinen PSA-Wert und etwaige Symptome immer mit einer Urologin, einem Urologen oder einer anderen qualifizierten medizinischen Fachperson, bevor du eine Entscheidung über Tests oder Behandlung triffst.