Wolkenuntergrenze Rechner
Schätze die Höhe von Schönwetter-Quellwolken aus Bodentemperatur und Taupunkt — dieselbe 125-m/°C-Regel, die Piloten vor dem Flug nutzen.
Zwei Werte, eine Höhe
Gib die Bodentemperatur und den Taupunkt in °C ein und der Rechner liefert die konvektive Wolkenuntergrenze in Metern und Fuß.
Der Abstand bestimmt die Höhe
Je größer der Abstand zwischen Temperatur und Taupunkt, desto höher die Wolkenuntergrenze. Sind sie gleich, ist die Luft schon gesättigt und die Wolke liegt direkt am Boden — Nebel.
Was ist ein Wolkenuntergrenze-Rechner?
Temperatur und Taupunkt rein, Wolkenhöhe raus
Ein Wolkenuntergrenze-Rechner schätzt die Höhe, in der aufsteigende Bodenluft die Basis einer Quellwolke bildet — das Kondensationsniveau. Steigt ein warmes Luftpaket auf, kühlt es um etwa 9,8 °C pro Kilometer ab, während sein Taupunkt langsamer fällt. Beide treffen sich in der Höhe, in der die Luft gesättigt ist und Wasserdampf zu einer sichtbaren Wolke kondensiert. Die einfache Faustregel, Espys Gleichung, multipliziert den Abstand zwischen Temperatur und Taupunkt am Boden mit etwa 125 Metern pro Grad. Piloten und Segelflieger nutzen sie, um abzuschätzen, wo sich Schönwetter-Quellwolken bilden und wie hoch sie unter den Wolken steigen können.
Gib Bodentemperatur und Taupunkt ein, um die Wolkenuntergrenze sofort in Metern und Fuß zu erhalten.
Espys Gleichung braucht nur die Bodentemperatur T und den Taupunkt Td, beide in °C.
Wolkenuntergrenze (m) = 125 · (T − Td); Wolkenuntergrenze (ft) = Wolkenuntergrenze (m) · 3,28084Der Abstand T − Td zeigt, wie trocken die Bodenluft ist. Jedes Grad Abstand hebt das Kondensationsniveau um rund 125 Meter, ein trockener Tag mit großem Abstand hat also hohe Wolkenuntergrenzen, ein feuchter Tag mit kleinem Abstand tiefe. Multipliziert man das metrische Ergebnis mit 3,28084, ergibt sich dieselbe Höhe in Fuß, der Einheit auf den meisten Höhenmessern.
Angenommen, die Bodentemperatur beträgt 25 °C und der Taupunkt 15 °C.
Abstand bestimmen
T − Td = 25 − 15 = 10 °C — wie weit die Luft von der Sättigung entfernt ist.
125 m pro Grad anwenden
125 × 10 = 1250 m — die Wolkenuntergrenze über dem Boden.
In Fuß umrechnen
1250 × 3,28084 ≈ 4101 ft — dieselbe Höhe für einen Höhenmesser.
Die Wolkenuntergrenze sagt dir, wie viel klare Luft unter den Wolken liegt. Ein Ergebnis von 1250 m bedeutet, dass sich Quellwolken etwa 1,25 km über dem Boden zu bilden beginnen — bequemer Raum für einen Segelflieger oder ein tief fliegendes Flugzeug. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass der Abstand die Höhe steuert: Hältst du die Temperatur fest, senkt ein höherer Taupunkt (feuchtere Luft) die Wolkenuntergrenze, während ein trockener Tag sie anhebt. Ein sehr kleiner Abstand von unter ein bis zwei Grad signalisiert eine tiefe Untergrenze oder sogar Nebel, was für den Sichtflug zählt. Nutze das Ergebnis, um die Wolkendecke des Tages abzuschätzen, die Segelflugbedingungen zu beurteilen oder einfach zu verstehen, warum manche Nachmittage hohe Quellwolken und andere flache, tiefe Wolken haben.
Espys Gleichung ist eine schnelle Feldschätzung, doch ein paar Punkte solltest du im Blick behalten.
Eine Faustregel, kein Radiosondenaufstieg
Der Faktor 125 m/°C setzt eine gut durchmischte Grenzschicht und konvektive (Quell-)Wolken voraus, die vom Boden aufsteigen; er sagt keine geschichteten Stratuswolken, Frontwolken oder orographische Wolken über einem Berg voraus. Die echten Temperaturgradienten schwanken mit den Bedingungen, die wahre Wolkenuntergrenze kann also um einige hundert Fuß von der Schätzung abweichen. Die Höhe gilt über dem Boden, an dem die Werte gemessen werden, nicht über dem Meeresspiegel — addiere deine Stationshöhe für eine absolute Höhe. Sind Taupunkt und Temperatur gleich, ist der Abstand null und die Wolkenuntergrenze liegt am Boden (Nebel); der Rechner verlangt daher einen Taupunkt gleich oder unter der Temperatur.