Hitzeindex Rechner
Verbinde Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit zur gefühlten Temperatur — der Zahl, die der US-Wetterdienst für Hitzewarnungen nutzt.
Zwei Eingaben, das echte Gefühl
Gib die Lufttemperatur in °F und die relative Luftfeuchtigkeit in % ein und der Rechner liefert den Hitzeindex aus der vollständigen Rothfusz-Regression, in °F und °C.
Für heiße, feuchte Luft gemacht
Die Regression ist für T ≥ 80 °F und RH ≥ 40 % angepasst. Darunter liegt der Hitzeindex nahe an der Lufttemperatur selbst, die Formel zählt also vor allem an einem schwülen Sommernachmittag.
Was ist ein Hitzeindex-Rechner?
Temperatur und Feuchte rein, gefühlte Temperatur raus
Ein Hitzeindex-Rechner macht aus zwei alltäglichen Wetterwerten — der Lufttemperatur im Schatten und der relativen Luftfeuchtigkeit — die „gefühlte“ Temperatur, die dein Körper tatsächlich erlebt. Bei feuchter Luft verdunstet Schweiß langsamer, dein Körper kühlt schlechter und eine bestimmte Temperatur fühlt sich heißer an, als das Thermometer zeigt. Der US-Wetterdienst (NWS) erfasst diesen Effekt mit der Rothfusz-Regression, einem Polynom, das an ein detailliertes Wärmebilanz-Modell des Menschen angepasst ist. Heraus kommt die gefühlte Temperatur, die in Hitzewarnungen, Sportabsagen und Arbeitsschutzregeln verwendet wird.
Gib Lufttemperatur und relative Luftfeuchtigkeit ein, um den Hitzeindex sofort in °F und °C zu erhalten.
Eine Regression mit neun Termen, alle aus der Temperatur T (°F) und der relativen Luftfeuchtigkeit RH (%) gebildet.
HI = -42,379 + 2,04901523·T + 10,14333127·RH − 0,22475541·T·RH − 0,00683783·T² − 0,05481717·RH² + 0,00122874·T²·RH + 0,00085282·T·RH² − 0,00000199·T²·RH²Die neun Koeffizienten verbinden Temperatur, Feuchtigkeit und ihre Kreuzterme, sodass die Feuchtigkeit an einem schwülen Tag mehrere Grad zur gefühlten Temperatur hinzufügen kann. Für das Ergebnis in Celsius wendet der Rechner die Standardumrechnung (HI − 32) × 5/9 auf den Fahrenheit-Wert an.
Angenommen, die Lufttemperatur beträgt 90 °F und die relative Luftfeuchtigkeit 70 %.
T und RH einsetzen
Setze T = 90 und RH = 70 in die Rothfusz-Regression ein — Temperatur, Feuchtigkeit, ihre Quadrate und ihre Kreuzterme.
Hitzeindex in °F
Die neun Terme ergeben zusammen etwa 105,9 °F — fast 16 Grad über dem Thermometerwert.
In °C umrechnen
(105,9 − 32) × 5/9 ≈ 41,1 °C — dieselbe gefühlte Temperatur in metrisch.
Der Hitzeindex ist ein Gefahrenmaß, nicht nur eine Spielerei. Bei 90 °F und 70 % Feuchtigkeit fühlt es sich wie etwa 106 °F an — das liegt im „Gefahren“-Bereich des US-Wetterdienstes, in dem bei längerer Belastung Hitzekrämpfe und Hitzeerschöpfung wahrscheinlich werden. Als grobe Orientierung bedeutet eine gefühlte Temperatur von 80–90 °F Vorsicht, 90–103 °F erhöhte Vorsicht, 103–124 °F Gefahr und über 125 °F extreme Gefahr. Die wichtigste Erkenntnis ist, wie stark die Feuchtigkeit wirkt: Bei fester Temperatur treibt steigende Feuchtigkeit den gefühlten Wert stetig nach oben, weshalb ein schwüler Tag mit 90 °F weit gefährlicher ist als ein trockener. Nutze das Ergebnis, um zu entscheiden, ob du dein Training nach drinnen verlegst, schwere Arbeit in den frühen Morgen legst oder einfach mehr trinkst — je höher der Hitzeindex, desto kürzer die sichere Belastung.
Die Regression ist die offizielle NWS-Formel, doch ein paar praktische Punkte solltest du im Blick behalten.
Schattenwerte und ein Gültigkeitsbereich
Der Hitzeindex setzt die Lufttemperatur im Schatten und leichten Wind voraus; pralle Sonne kann das tatsächliche Gefühl um bis zu rund 15 °F erhöhen. Die Rothfusz-Regression ist für T ≥ 80 °F und RH ≥ 40 % angepasst — außerhalb dieses Bereichs (kühlere oder trockenere Luft) entspricht der Hitzeindex praktisch der Lufttemperatur, und der US-Wetterdienst nutzt einfachere Korrekturen. Der Index ist außerdem ein Bevölkerungsmittel: Alter, Fitness, Kleidung und Flüssigkeitshaushalt verändern, wie eine gefühlte Temperatur auf dich wirkt, sieh ihn also als Orientierung, nicht als persönliche medizinische Grenze.