Taupunkt Rechner
Gib die Lufttemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit ein, um den Taupunkt in °C zu erhalten — die Temperatur, bei der die Luft sättigt und Tau, Nebel oder Kondenswasser entsteht.
Temperatur plus Feuchtigkeit
Gib die Lufttemperatur in °C und die relative Luftfeuchtigkeit in Prozent ein und der Rechner liefert den Taupunkt mit der Magnus-Formel.
Celsius verwenden
Die Temperatur ist in Grad Celsius und die Feuchtigkeit ein Prozentwert von 1 bis 100. Bei 100 % Feuchtigkeit entspricht der Taupunkt der Lufttemperatur.
Was ist der Taupunkt?
Wenn die Luft sättigt
Dieser Taupunkt-Rechner macht aus der Lufttemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit den Taupunkt — die Temperatur, auf die sich die Luft bei gleichbleibendem Druck abkühlen muss, bevor Wasserdampf zu Tau, Nebel oder Tröpfchen kondensiert. Er zeigt dir, wie viel Feuchtigkeit die Luft tatsächlich enthält, weshalb Meteorologen dem Taupunkt oft mehr vertrauen als dem Prozentwert der Feuchtigkeit, wenn sie beschreiben, wie sich die Luft anfühlt. Ein höherer Taupunkt bedeutet eine feuchtere, schwülere Atmosphäre; ein niedriger Taupunkt bedeutet trockene Luft. Die Berechnung nutzt die Magnus-Formel, eine bewährte Näherung, die über alle alltäglichen Wetterbedingungen genau ist.
Gib eine Temperatur in °C und eine relative Luftfeuchtigkeit in Prozent ein, um sofort den Taupunkt zu erhalten.
Die Magnus-Formel verwendet zwei empirische Konstanten, a = 17,625 und b = 243,04 °C. Zuerst wird aus Feuchtigkeit und Temperatur ein Zwischenwert γ gebildet, dann der Taupunkt daraus abgeleitet.
Taupunkt = b × γ / (a − γ), γ = ln(RH/100) + a × T / (b + T)Der Term γ verbindet den natürlichen Logarithmus des Feuchtigkeitsanteils mit einem Temperaturterm. Weil die relative Luftfeuchtigkeit über einen Logarithmus und die Temperatur über ein Verhältnis eingeht, liegt der Taupunkt stets bei oder unter der Lufttemperatur und erreicht sie genau dann, wenn die Feuchtigkeit 100 % beträgt.
Angenommen, die Lufttemperatur beträgt 25 °C und die relative Luftfeuchtigkeit 60 %.
Logarithmus der Feuchtigkeit nehmen
ln(60 / 100) = ln(0,6) ≈ −0,5108 — der Beitrag der Feuchtigkeit.
Temperaturterm addieren
17,625 × 25 / (243,04 + 25) ≈ 1,6440, also γ ≈ −0,5108 + 1,6440 = 1,1332.
Taupunkt berechnen
243,04 × 1,1332 / (17,625 − 1,1332) ≈ 16,70 °C — der Taupunkt. Unterhalb dieser Temperatur beginnt die Luft zu kondensieren.
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luft gesättigt ist und Wasserdampf zu Tau, Nebel oder Tröpfchen zu kondensieren beginnt. Für das Beispiel oben hat Luft bei 25 °C mit 60 % Feuchtigkeit einen Taupunkt nahe 16,7 °C: Kühlt eine Oberfläche unter diesen Wert ab, bildet sich Kondenswasser darauf. Der Taupunkt ist auch ein direktes Maß für den Komfort, weil er die absolute Feuchtigkeit der Luft erfasst und nicht den relativen Wert. Als grobe Richtung fühlt sich ein Taupunkt unter etwa 13 °C angenehm und trocken an, die oberen Teenerwerte spürbar feucht und 20 °C oder mehr drückend und schwül. Deshalb können sich zwei Tage mit derselben relativen Luftfeuchtigkeit völlig verschieden anfühlen — der wärmere Tag enthält weit mehr Wasser und hat den höheren Taupunkt. Kühlt die Luft bis auf ihren Taupunkt ab, erreicht die relative Luftfeuchtigkeit 100 % und der Taupunkt entspricht der Temperatur.
Die Magnus-Formel ist eine Näherung, deshalb solltest du ein paar praktische Punkte im Blick behalten.
Eine Näherung über einen sinnvollen Bereich
Die Magnus-Formel ist ein empirischer Fit, kein exaktes physikalisches Gesetz. Sie ist über etwa −40 °C bis +60 °C auf wenige Hundertstel Grad genau, was praktisch alle Wetterbedingungen abdeckt, weicht aber bei sehr extremen Temperaturen ab. Die relative Luftfeuchtigkeit muss zwischen 1 und 100 % liegen — Werte außerhalb dieses Bereichs haben hier keine physikalische Bedeutung. Das Ergebnis setzt konstanten Druck und Standardbedingungen über einer Wasseroberfläche voraus.