Stromteiler Rechner
Gib einen Gesamtstrom und zwei parallele Widerstände ein und sieh genau, wie sich der Strom auf die Zweige aufteilt — die Stromteilerregel, sofort ausgerechnet.
Ein Strom, zwei Zweige
Gib dem Rechner den Gesamtstrom und die beiden Widerstände und er liefert den Strom durch jeden Widerstand mit I1 = I × R2 / (R1 + R2).
Kleinerer Widerstand, größerer Strom
Die beiden Zweigströme ergeben zusammen immer den Gesamtstrom. Der größere Anteil fließt durch den kleineren Widerstand — anders als bei der Spannungsteilerregel.
Was ist ein Stromteiler-Rechner?
Gesamtstrom rein, Zweigströme raus
Liegen zwei Widerstände parallel nebeneinander, teilt sich der am Knoten ankommende Strom auf sie auf und vereinigt sich auf der anderen Seite wieder. Ein Stromteiler-Rechner ermittelt diese Aufteilung: Gib den Gesamtstrom und die beiden Widerstände ein und er liefert, wie viele Ampere durch jeden Zweig fließen. Die beiden Zweigströme ergeben zusammen immer den Gesamtstrom, und jeder Zweig nimmt einen Anteil, der umgekehrt proportional zum eigenen Widerstand ist — der leichtere Pfad (der kleinere Widerstand) führt also den größeren Strom. Das ist einer der häufigsten Bausteine der Schaltungsanalyse und kommt überall dort zum Einsatz, wo Strom über parallele Pfade aufgeteilt, gelenkt oder gemessen werden muss.
Gib den Gesamtstrom in Ampere und die beiden Widerstände in Ohm ein, um jeden Zweigstrom sofort zu erhalten.
Über beiden Widerständen liegt dieselbe Spannung, daher ist jeder Zweigstrom der Gesamtstrom, skaliert mit dem anderen Widerstand geteilt durch die Summe der beiden.
I1 = I × R2 ÷ (R1 + R2)Beachte, dass I1 im Zähler R2 verwendet, nicht R1 — genau das lässt den kleineren Widerstand den größeren Strom führen. Der Strom durch R2 folgt der gespiegelten Formel, I2 = I × R1 / (R1 + R2), und die beiden ergeben zusammen immer den Gesamtstrom I.
Angenommen, 2 A treten in einen Knoten aus einem 100-Ω-Widerstand (R1) und einem 300-Ω-Widerstand (R2) parallel ein.
Widerstände addieren
R1 + R2 = 100 + 300 = 400 Ω — der Nenner, den beide Zweige teilen.
Strom durch R1
I1 = 2 × 300 ÷ 400 = 1,5 A — der kleinere Widerstand nimmt den größeren Anteil.
Strom durch R2
I2 = 2 × 100 ÷ 400 = 0,5 A — und 1,5 + 0,5 = 2 A, zurück zum Gesamtstrom.
Die beiden Ergebnisse sind die Ströme, die durch jeden Parallelzweig fließen, und die nützlichste Probe ist, dass sie zusammen den Gesamtstrom ergeben: 1,5 A durch R1 plus 0,5 A durch R2 ergeben die 2 A, die ankamen. Die zentrale Erkenntnis ist die umgekehrte Beziehung — der Zweig mit dem kleineren Widerstand führt den größeren Strom, weil der Strom den Pfad des geringsten Widerstands nimmt. Hier ist R1 100 Ω und R2 300 Ω, ein Verhältnis von 1:3, also teilen sich die Ströme im umgekehrten Verhältnis 3:1: drei Viertel des Stroms durch R1, ein Viertel durch R2. Genau diese Umkehrung verwirrt viele, die von der Spannungsteilerregel kommen, bei der der größere Widerstand die größere Spannung bekommt. Ein schnelles Denkmodell: Der Stromanteil jedes Widerstands entspricht dem Widerstandsanteil des anderen an der Gesamtsumme. Gleiche Widerstände teilen den Strom gleichmäßig; machst du einen Widerstand zehnmal größer, führt er etwa ein Zehntel von dem, was der andere führt. Die Werte skalieren ebenfalls sauber — verdoppelst du den Gesamtstrom, verdoppeln sich beide Zweigströme, während ihr Verhältnis allein durch die Widerstände festgelegt bleibt.
Der Stromteiler mit zwei Widerständen ist exakt, beschreibt aber eine bestimmte, idealisierte Anordnung.
Nur zwei ideale Widerstände parallel
I1 = I × R2 / (R1 + R2) gilt für genau zwei rein ohmsche Zweige parallel, die dieselben beiden Knoten teilen. Für drei oder mehr Zweige musst du die Leitwertform verwenden (der Strom jedes Zweigs ist proportional zu seinem Leitwert, 1/R), und für Wechselstromkreise mit Kondensatoren oder Spulen brauchst du Impedanzen statt einfacher Widerstände. Das Ergebnis setzt außerdem ideale Bauteile voraus: Reale Drähte haben einen kleinen Widerstand, reale Quellen sind nicht perfekt steif, und die Toleranz der Widerstandswerte verschiebt die Aufteilung leicht. Halte den Strom in Ampere und beide Widerstände in Ohm, dann ergeben die Zweigströme stets wieder den Gesamtstrom, den du eingegeben hast.