Reynolds-Zahl Rechner
Gib Dichte, Geschwindigkeit, eine charakteristische Länge und die dynamische Viskosität eines Fluids ein, um die dimensionslose Reynolds-Zahl zu erhalten — und sieh, ob die Strömung laminar oder turbulent ist.
Strömungsregime auf einen Blick
Der Reynolds-Zahl-Rechner liefert Re = ρvL/μ und sagt dir, ob die Strömung laminar (Re < 2300), im Übergang oder turbulent (Re > 4000) ist.
SI-Einheiten verwenden
Dichte in kg/m³, Geschwindigkeit in m/s, Länge in Metern und Viskosität in Pa·s halten das Ergebnis dimensionslos — bei gemischten Einheiten ist die Zahl sinnlos.
Was ist die Reynolds-Zahl?
Das Verhältnis von Trägheits- zu Zähigkeitskräften
Die Reynolds-Zahl ist eine dimensionslose Größe, die vorhersagt, ob eine Fluidströmung glatt und geordnet oder chaotisch und durchmischt verläuft. Sie vergleicht die Trägheitskräfte, die ein Fluid antreiben, mit den Zähigkeitskräften, die der Bewegung entgegenwirken. Dieser Reynolds-Zahl-Rechner macht aus vier Größen — der Dichte des Fluids, der Strömungsgeschwindigkeit, einer charakteristischen Länge wie dem Rohrdurchmesser und der dynamischen Viskosität — eine einzige Zahl, die Ingenieure überall nutzen: vom Entwurf von Rohrleitungen und Tragflächen bis zur Modellierung der Blutströmung.
Gib Dichte, Geschwindigkeit, Länge und Viskosität in SI-Einheiten ein, um sofort die Reynolds-Zahl und ihr Strömungsregime zu erhalten.
Die Reynolds-Zahl ist die Dichte mal die Geschwindigkeit mal die charakteristische Länge, geteilt durch die dynamische Viskosität.
Re = (ρ × v × L) / μDa das Ergebnis ein Verhältnis von Kräften mit gleichen Einheiten ist, hat es keine Dimension — dieselbe Zahl bedeutet für Wasser, Luft oder Öl dasselbe. Eine große Reynolds-Zahl heißt, die Trägheit dominiert und die Strömung neigt zu Turbulenz; eine kleine heißt, die Zähigkeit dominiert und die Strömung bleibt laminar.
Angenommen, Wasser (Dichte 998 kg/m³, Viskosität 0,001002 Pa·s) strömt mit 1 m/s durch ein Rohr von 0,05 m Durchmesser.
Die obere Zeile multiplizieren
998 × 1 × 0,05 = 49,9 — Dichte mal Geschwindigkeit mal Länge.
Durch die Viskosität teilen
49,9 / 0,001002 ≈ 49.800 — die dimensionslose Reynolds-Zahl.
Das Regime ablesen
49.800 liegt weit über 4000, also ist die Strömung klar turbulent.
Die Reynolds-Zahl sagt dir, welche Physik dominiert. Für die Strömung in einem Rohr bedeutet ein Wert unter etwa 2300 laminare Strömung: Das Fluid bewegt sich in glatten, parallelen Schichten mit wenig Durchmischung, und die Reibungsverluste sind gut vorhersagbar. Über rund 4000 ist die Strömung turbulent: Sie wirbelt und mischt sich, die Reibung steigt stark, und der Druckverlust wächst schneller als die Geschwindigkeit. Zwischen 2300 und 4000 liegt der Übergangsbereich, in dem die Strömung unvorhersehbar zwischen beiden wechseln kann. Das Beispiel oben (≈ 49.800) liegt klar im turbulenten Bereich, was für alltägliche Wasserströmung in der Hausinstallation typisch ist. Diese Schwellen gelten für die innere Rohrströmung; Strömung über eine ebene Platte, um eine Kugel oder durch einen Kanal nutzt andere kritische Werte — passe die Schwelle also stets an die Geometrie an, die deine charakteristische Länge beschreibt.
Die Formel ist exakt, doch ein paar praktische Punkte solltest du im Blick behalten.
Geometrieabhängige Schwellen und einheitliche Einheiten
Die Grenzen 2300 und 4000 gelten für die Strömung in einem kreisrunden Rohr, wo die charakteristische Länge der Rohrdurchmesser ist. Andere Geometrien — Tragflächen, Kugeln, offene Gerinne — haben eigene kritische Reynolds-Zahlen und eine eigene Definition der charakteristischen Länge. Halte jede Eingabe in SI-Einheiten (kg/m³, m/s, m, Pa·s), damit das Ergebnis dimensionslos und vergleichbar bleibt.