Preiselastizität der Nachfrage
Miss mit der Mittelpunktmethode, wie stark die nachgefragte Menge auf eine Preisänderung reagiert.
Mittelpunktmethode
Nutzt die Bogenformel, sodass das Ergebnis gleich ist, ob der Preis steigt oder fällt.
Sofortige Einordnung
Sagt dir, ob die Nachfrage elastisch, unelastisch oder einheitselastisch ist — und was das für den Umsatz bedeutet.
Was ist die Preiselastizität der Nachfrage?
Wie stark Käufer auf den Preis reagieren
Die Preiselastizität der Nachfrage (PED) misst, wie stark die gekaufte Menge reagiert, wenn sich der Preis ändert. Sie ist die prozentuale Mengenänderung geteilt durch die prozentuale Preisänderung. Je größer die Reaktion, desto „elastischer“ ist die Nachfrage. Wie in Standardkursen der Mikroökonomie, etwa von Khan Academy, gelehrt, ist sie eine der nützlichsten Zahlen der Preisgestaltung.
Die Mittelpunkt- (oder Bogen-)Methode bezieht jede prozentuale Änderung auf den Durchschnitt der beiden Werte, sodass die Antwort nicht vom Startpunkt abhängt.
PED = %ΔQ ÷ %ΔP, mit %Δ = (neu − alt) ÷ ((neu + alt) ÷ 2)Das Ergebnis ist meist negativ, weil Preis und Menge in entgegengesetzte Richtungen laufen. Ökonomen nennen zur Einordnung den Betrag: über 1 ist elastisch, unter 1 unelastisch, genau 1 einheitselastisch.
Ein Café erhöht einen Latte von 10 auf 12, und der Wochenabsatz fällt von 100 auf 80.
Prozentuale Mengenänderung
(80 − 100) ÷ ((80 + 100) ÷ 2) = −20 ÷ 90 = −22,2 %.Prozentuale Preisänderung
(12 − 10) ÷ ((12 + 10) ÷ 2) = 2 ÷ 11 = 18,2 %.Teilen
−22,2 ÷ 18,2 = −1,22.Einordnen
|−1,22| > 1, also ist die Nachfrage elastisch — die Preiserhöhung verliert mehr Umsatz, als sie gewinnt.
Das Nützlichste, was die Elastizität sagt, ist, was eine Preisänderung mit dem Umsatz macht.
Elastisch (|PED| > 1)
Die Menge reagiert stark. Eine Preiserhöhung senkt den Gesamtumsatz; eine Senkung erhöht ihn.
Unelastisch (|PED| < 1)
Die Menge bewegt sich kaum. Eine Preiserhöhung steigert den Gesamtumsatz.
Einheitselastisch (|PED| = 1)
Die Menge bewegt sich exakt proportional. Eine Preisänderung lässt den Umsatz unverändert.
Die Nachfrage ist meist elastischer, wenn es nahe Substitute gibt, das Gut ein Luxus ist, es einen großen Budgetanteil ausmacht oder Käufer Zeit zum Anpassen haben. Notwendigkeiten mit wenigen Substituten sind unelastisch.
Lies den Betrag, um die Sensibilität zu beurteilen, und das Vorzeichen, um die Richtung zu bestätigen. Ein normales Gut ergibt einen negativen Koeffizienten; ein positiver deutet darauf hin, dass du die Mengen vertauscht hast oder ein ungewöhnliches Gut vorliegt. Die prozentualen Änderungen werden daneben gezeigt, damit du siehst, wie das Verhältnis entstand. Bedenke: Elastizität ist eine lokale Messung zwischen zwei Punkten — sie kann sich entlang der Nachfragekurve unterscheiden, sodass ein zwischen 10 und 12 gemessener Wert zwischen 2 und 4 nicht gelten muss.
Elastizität aus zwei Punkten ist eine Momentaufnahme, kein Gesetz.
Eine Messung zwischen zwei Punkten
Dieser Rechner misst die Bogenelastizität zwischen den zwei Preis-Mengen-Paaren, die du eingibst. Er nimmt an, dass sich nur der Preis geändert hat — in Wirklichkeit verschieben auch Einkommen, Geschmack, der Preis verbundener Güter und Saisonalität die Nachfrage. Nutze ihn, um den Zusammenhang in deinen Daten zu verstehen, nicht als garantierte Vorhersage, wie die Menge auf eine künftige Preisänderung reagiert.