Nachhallzeit Rechner
Aus Volumen, Oberfläche und mittlerer Absorption eines Raums erhältst du die RT60 und die Gesamtabsorption — die Zahlen, die dir sagen, wie hallig oder wie trocken ein Raum klingt.
Drei Eingaben, die RT60
Gib Raumvolumen, Gesamtoberfläche und mittleren Absorptionsgrad ein und der Rechner liefert die Sabine-Nachhallzeit (0,161·V/A) und die Gesamtabsorption (S·α).
Sabine ist eine Schätzung
Die Sabine-Formel funktioniert am besten für ziemlich hallige Räume mit gleichmäßig verteilter Absorption; sehr trockene Räume oder ungleichmäßige Behandlung brauchen genauere Modelle.
Was ist ein Nachhallzeit-Rechner?
Raumgröße und Absorption rein, RT60 raus
Ein Nachhallzeit-Rechner macht aus drei Größen — dem Raumvolumen, der gesamten Innenoberfläche und der durchschnittlichen Absorption dieser Flächen — die RT60, die Zeit, in der ein Schall nach dem Verstummen der Quelle um 60 Dezibel abklingt (auf etwa ein Tausendstel seiner Energie). Die RT60 ist die meistgenutzte Zahl der Raumakustik: Sie sagt dir, ob ein Raum dröhnend und hallig oder straff und trocken klingt. Damit ist sie der Ausgangspunkt für die Planung von Klassenzimmern, Heimstudios, Büros, Kirchen und Heimkinos oder für die Frage, wie viel akustische Behandlung ein Raum braucht.
Gib Volumen, Oberfläche und mittlere Absorption ein, um RT60 und Gesamtabsorption sofort zu erhalten.
Zwei kurze Schritte, beide aus der Sabine-Gleichung. Zuerst die Gesamtabsorption, dann die Nachhallzeit, mit der metrischen Sabine-Konstante 0,161.
RT60 = 0,161 × V / (S × α)Die Gesamtabsorption A ist die Oberfläche S mal dem mittleren Absorptionsgrad α — gemessen in metrischen Sabin (m²). Die Nachhallzeit ist dann 0,161 × V / A: Sie wächst mit dem Raumvolumen (größere Räume hallen länger) und sinkt, je mehr Absorption du hinzufügst. Die Konstante 0,161 trägt die metrischen Einheiten (s·m⁻¹); die imperiale Version der Formel verwendet 0,049.
Angenommen, ein Raum hat ein Volumen von 200 m³, eine Gesamtoberfläche von 240 m² und einen mittleren Absorptionsgrad von 0,2.
Gesamtabsorption
A = 240 × 0,2 = 48 metrische Sabin (m²) — die effektive absorbierende Fläche des Raums.
Nachhallzeit
RT60 = 0,161 × 200 / 48 = 32,2 / 48 = 0,670833 s — ein ziemlich lebendiger, aber kontrollierter Raum.
Die RT60 sagt dir, wie ein Raum klingen wird und wofür er sich eignet. Als Faustregel ist eine Nachhallzeit von etwa 0,3–0,6 s richtig für Sprache — Klassenzimmer, Besprechungsräume, Podcast-Studios und Heimkinos — denn kurzer Nachhall hält Konsonanten klar und verständlich. Längere Zeiten, um 1,5–2,5 s, schmeicheln der Musik: Konzertsäle und Kirchen nutzen das lange Ausklingen, um Klang zu verschmelzen und anzureichern — deshalb fühlt sich Singen in einer Kathedrale erhaben an. Das Beispiel oben (0,67 s) ist für kritische Sprache eine Spur zu lebendig, für einen Allzweckraum aber in Ordnung. Die beiden Hebel sind aus der Formel klar: Die RT60 steigt mit dem Volumen, große Räume hallen also natürlich länger, und sie sinkt, je mehr Absorption du hinzufügst — eine Verdopplung des mittleren Grads α (mit Teppich, Vorhängen, Paneelen oder Menschen, die hervorragende Absorber sind) halbiert die Nachhallzeit ungefähr. Wenn dein Raum dröhnt, ist die Lösung mehr Absorption, nicht ein kleinerer Raum.
Die Sabine-Formel ist eine schnelle, bewährte Schätzung, doch ein paar praktische Punkte solltest du im Blick behalten.
Eine Schätzung, frequenzabhängig, metrische Einheiten
Die Sabine-Gleichung setzt ein diffuses Schallfeld mit ziemlich gleichmäßig im Raum verteilter Absorption voraus; sie überschätzt die Nachhallzeit für sehr trockene Räume (wo die Eyring-Formel besser passt) oder wenn die gesamte Absorption auf einer einzigen Fläche sitzt. Absorptionsgrade hängen außerdem von der Frequenz ab — ein Material, das Höhen schluckt, lässt Bässe oft fast unberührt — ein einzelner mittlerer Wert α liefert also eine Breitbandzahl, nicht das ganze Bild. Die Eingaben hier sind metrisch (V in m³, S in m², α dimensionslos) und die Konstante 0,161 passt dazu, die RT60 kommt also in Sekunden zurück.