Compa-Ratio-Rechner wo ein Gehalt steht
Gib ein Gehalt und sein Gehaltsband ein. Du bekommst die Compa-Ratio gegenüber der Bandmitte, die Ausschöpfung im Band und die Einordnung beider Werte.
100 % ist der Marktwert
Die Bandmitte ist der Wert, um den das Band gebaut wurde — nicht der Durchschnitt der Leute darin.
Nur das Grundgehalt
Bonus, Aktien und Zulagen liegen außerhalb des Bands und außerhalb beider Kennzahlen.
Was ist eine Compa-Ratio?
Auf einen Blick
Die Compa-Ratio ist ein Gehalt geteilt durch die Mitte seines Gehaltsbands, ausgedrückt in Prozent. Diese Kennzahl ist die eine Zahl, mit der Vergütungsabteilungen die Frage „wird diese Person marktgerecht bezahlt?“ beantworten — und die Grundlage der meisten Erhöhungsmatrizen.
Zwei Kennzahlen auf demselben Band, die verschiedene Fragen beantworten.
Compa-Ratio = Gehalt ÷ Bandmitte × 100, Bandmitte = (Min + Max) ÷ 2Ausschöpfung = (Gehalt − Min) ÷ (Max − Min) × 100Dass beide auseinanderlaufen, ist Absicht. Die Compa-Ratio drängt Richtung 100 %, weil die Bandmitte in der Mitte liegt, während die Ausschöpfung die volle Spanne von 0 bis 100 nutzt. Bei den obigen Zahlen klingen 96 % nach „praktisch marktgerecht“ und 40 % nach „in der unteren Hälfte“ — beides stimmt, und nur eine der beiden zu nennen ist der übliche Weg, wie Vergütungsgespräche schieflaufen.
Laut der Vergütungsliteratur von WorldatWork wird die Bandmitte aus externen Marktdaten für die Rolle gesetzt, nicht aus den Gehältern der Menschen im Band. Deshalb kann ein ganzes Team unter 100 % liegen, ohne dass jemand gemessen an seiner Erfahrung unterbezahlt wäre.
Das sind die Werte, die der Rechner voreingestellt lädt.
Bandmitte bestimmen
(60.000 + 90.000) ÷ 2 = 75.000 — der Marktwert, an dem das Band verankert ist.
Gehalt dadurch teilen
72.000 ÷ 75.000 = 0,96, die Compa-Ratio beträgt also 96 %.
Stattdessen im Band messen
(72.000 − 60.000) ÷ 30.000 = 40 % Bandausschöpfung.
Abstand zur Bandmitte ablesen
75.000 − 72.000 = 3.000 bis zum Marktwert — eine Erhöhung um 4,2 %.
Bandränder prüfen
Am Minimum von 60.000 liegt die Compa-Ratio bei 80 %, am Maximum von 90.000 bei 120 %. Jedes symmetrische Band spannt genau diesen Bereich.
Die Zonen der Skala sind die, mit denen Vergütungsabteilungen arbeiten.
Unter 80 % — außerhalb des Bands. Das Gehalt liegt unter dem Bandminimum. Meist steckt eine falsch zugeordnete Stufe dahinter, eine bewusst gestaffelte Einarbeitung oder eine echte Korrektur, die ansteht.
80 bis 95 % — im Aufbau. Normal für jemanden, der neu auf der Stufe ist und hineinwächst. Erhöhungsmatrizen geben hier üblicherweise die höchsten prozentualen Steigerungen.
95 bis 105 % — marktgerecht. Der vorgesehene Platz für eine voll eingearbeitete Leistung in der Rolle. Der größte Teil eines gesunden Teams liegt hier.
105 bis 120 % — über Markt. Für dauerhaft starke Leistung und viel Erfahrung. Erhöhungen werden langsamer, je näher das Gehalt ans Bandende rückt.
Über 120 % — außerhalb des Bands. Das Gehalt hat das Bandmaximum überschritten. Organisationen frieren das Grundgehalt dann meist ein und arbeiten mit Einmalzahlungen — oder stufen die Rolle neu ein.
Nenne immer beide Kennzahlen. Eine Compa-Ratio nahe 100 % kann bei einem breiten Band trotzdem eine niedrige Bandausschöpfung bedeuten — genau der Fall, den eine Führungskraft vor einer Gehaltsrunde sehen muss.
Um ein Jahresgehalt in einen Stundensatz umzurechnen, nimm den Gehalt-in-Stundenlohn-Rechner.
Was die Kennzahl abbildet — und was nicht
Dieser Rechner dient Informations- und Planungszwecken und ist keine Vergütungsberatung.
- Er ist nur so gut wie das Band. Eine Bandmitte aus veralteten oder schlecht zugeordneten Marktdaten liefert eine überzeugend aussehende Kennzahl ohne Aussagekraft.
- Nur das Grundgehalt. Bonus, Aktien, Zulagen und Zusatzleistungen fehlen — zwei Personen mit gleicher Compa-Ratio können in Summe sehr unterschiedlich bezahlt sein.
- Region und Währung zählen. Bänder werden meist je Markt gesetzt; ein Gehalt gegen das Band einer anderen Region zu messen ist ein Kategoriefehler.
- Teilzeit braucht den Vollzeitwert. Trag das hochgerechnete Vollzeitgehalt ein, nicht den anteiligen Betrag.
- Die Grenzen 80/95/105/120 sind Konventionen. Viele Organisationen arbeiten mit Quartilen oder anderen Bandbreiten, ihre Matrizen weichen entsprechend ab.
Gleiche das Band mit der veröffentlichten Struktur deines Arbeitgebers ab und konsultiere vor Entscheidungen, die daran hängen, einen Finanzberater oder eine Vergütungsfachkraft.