Stundenlohnrechner Stundenlohnrechner
Rechne jeden Gehaltsbetrag zwischen Zeiträumen um — stündlich, täglich, wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich oder jährlich — und sieh alle fünf äquivalenten Beträge auf einmal.
Was enthalten ist
Brutto-Umrechnung (vor Steuern) für alle gängigen Abrechnungszeiträume. Keine Steuerabzüge erforderlich.
Hinweis
Alle Ergebnisse sind Bruttobeträge. Das Netto (Auszahlungsbetrag) hängt von deiner individuellen Steuersituation ab und kann ohne weitere Eingaben nicht berechnet werden.
Was ist ein Stundenlohn-Äquivalent?
Die Standardmethode zum Vergleich von Gehältern mit unterschiedlichen Zeiträumen
Ein Stundenlohn-Äquivalent rechnet jedes Gehalt — ob monatlich, jährlich oder zweiwöchentlich angegeben — in einen vergleichbaren Stundenbetrag um. So lassen sich Jobangebote auf gleicher Basis vergleichen, unabhängig davon, wie der Arbeitgeber das Gehalt ausweist.
Kurzformel: Teile dein Jahresbrutto durch die Anzahl deiner Jahresarbeitsstunden. Bei 40 Stunden/Woche und 52 Wochen: Jahresbrutto ÷ 2.080 = Stundenlohn.
Jede Umrechnung läuft über zwei Schritte: zuerst den Eingabewert auf ein Jahresbrutto hochrechnen, dann durch den gewünschten Zeitraum teilen.
Schritt 1 — Jahresbrutto berechnen
Jeder Abrechnungszeitraum multipliziert mit einem anderen Faktor auf das Jahresbrutto:
Stündlich × Std/Woche × Wochen/Jahr | Täglich × Tage/Woche × Wochen/Jahr | Wöchentlich × Wochen/Jahr | Zweiwöchentlich × (Wochen/Jahr ÷ 2) | Monatlich × 12 | Jährlich × 1Schritt 2 — Stundenlohn ableiten
Stundenlohn = Jahresbrutto ÷ (Stunden/Woche × Wochen/Jahr)Alle anderen Beträge — täglich, wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich, jährlich — werden aus demselben Jahresbrutto mit den umgekehrten Jahresfaktoren abgeleitet.
In der deutschen Lohnpraxis wird häufig eine Kurzformel für die Umrechnung von Monatsgehalt in Stundenlohn verwendet:
Stundenlohn = (3 × Monatsgehalt) ÷ (13 × Wochenstunden)Diese Formel ist mathematisch identisch mit der vollständigen Annualisierungsmethode. Der Grund: Ein Monatsgehalt mit 12 multipliziert ergibt das Jahresbrutto. Geteilt durch 52 Wochen ergibt das die Wochenrate. Geteilt durch die Wochenstunden ergibt das den Stundenlohn. Der Bruch 12/52 kürzt sich auf 3/13 — genau das, was die deutsche Formel kodiert.
Beide Methoden liefern stets dasselbe Ergebnis: Monatlich × 12 ÷ (Std/Woche × 52) und (3 × Monatlich) ÷ (13 × Std/Woche) sind derselbe Bruch. Dieser Rechner verwendet die vollständige Annualisierungsmethode für alle sechs Abrechnungszeiträume, nicht nur die monatliche Kurzformel.
Jobangebot A zahlt 3.500 € monatlich. Jobangebot B zahlt 22 €/Stunde. Beide werben mit "Vollzeit". Welches zahlt mehr?
Angebot A hochrechnen
3.500 € × 12 = 42.000 € pro Jahr. Bei 40 Std./Woche × 52 Wochen = 2.080 Jahresstunden. Stundenlohn = 42.000 ÷ 2.080 = 20,19 €/h.
Angebot B hochrechnen
22 €/h × 40 Std./Woche × 52 Wochen = 45.760 € pro Jahr. Monatlich = 45.760 ÷ 12 = 3.813,33 €/Monat.
Vergleich
Angebot B zahlt 313,33 € mehr pro Monat, also rund 1,81 € mehr pro Stunde. Im Jahresvergleich sind das 3.760 € mehr — ein deutlicher Unterschied.
Der Standardwert von 52 Wochen ergibt den bezahlten-Wochen-Satz — die Basis, die die meisten Arbeitgeber für die Angabe von Jahresgehältern verwenden und die korrekte Grundlage für den Vergleich von Jobangeboten.
Wenn du wissen möchtest, was du pro tatsächlich gearbeiteter Stunde verdienst (ohne Urlaub), verwende 46–50 Wochen je nach gesetzlichem und vertraglichem Urlaubsanspruch.
Der Stundenlohn ist der große Gleichmacher beim Vergleich von Angeboten: Eine Festanstellung mit unbezahlten Überstunden kann pro Stunde leicht schlechter bezahlt sein als ein Stundenjob mit niedrigerer Schlagzeilen-Zahl. Als Maßstab setzt der gesetzliche Mindestlohn die rechtliche Untergrenze des Brutto-Stundenlohns — landet dein umgerechneter Stundenlohn trotz ordentlich klingendem Monatsgehalt in seiner Nähe, lohnt sich ein genauer Blick auf deine vertraglichen (oder tatsächlichen) Stunden. Laut dem US-Arbeitsministerium (Department of Labor) steht nicht freigestellten Beschäftigten zudem ein Überstundenzuschlag von 1,5× des regulären Stundensatzes zu — und genau diesen regulären Satz berechnet dieser Rechner.
Zwei Lesetipps: Vergleiche den Stundenwert erstens mit dem Tarifvertrag deiner Branche oder veröffentlichten Gehaltsleitlinien statt mit den Schlagzeilen-Gehältern von Bekannten — die geleisteten Stunden unterscheiden sich stärker, als viele denken. Zweitens sind die Wochen- und Zwei-Wochen-Werte für Freiberufler am nützlichsten, weil Kundenprojekte in Wochen geplant werden, nicht in Monaten.
Beachte: Die Umrechnung geht davon aus, dass dein Gehalt gleichmäßig über das Jahr verteilt ist. Drei Punkte beeinflussen die Genauigkeit:
- 13. Monatsgehalt und Boni werden hier nicht hochgerechnet. Enthält dein Vertrag ein 13. Monatsgehalt, addiere es manuell zum Jahresbetrag (oder gib das Jahresgehalt inklusive Bonus ein).
- Bezahlte vs. gearbeitete Wochen: Der Standardwert 52 behandelt Urlaub als bezahlte Zeit — so funktioniert Gehalt. Willst du deinen effektiven Satz pro gearbeiteter Stunde, senke den Wochenwert — mit 30 Urlaubstagen und Feiertagen arbeiten Deutsche effektiv etwa 46 Wochen.
- Schwankende Stunden: Schwanken deine realen Stunden, ist das Ergebnis nur so genau wie deine Schätzung der Wochenstunden. Erfasse ein paar typische Wochen, bevor du die Zahl in Verhandlungen verwendest.
Dieser Rechner rechnet ausschließlich Bruttobeträge um. Lohnsteuer, Sozialversicherungsbeiträge, Kirchensteuer und andere Abzüge werden nicht berücksichtigt.
Dein tatsächliches Netto (Auszahlungsbetrag) hängt ab von:
Deutschland (Lohnsteuer)
Die deutsche Einkommensteuer folgt einem progressiven Tarif nach § 32a EStG. Sozialversicherungsbeiträge (Rente, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) addieren weitere 20–22 % des Bruttos. Das Netto liegt typischerweise bei 60–75 % des Bruttos — je nach Steuerklasse und Einkommenshöhe.
Andere Länder
Steuersätze unterscheiden sich erheblich. In den USA variiert die Bundeseinkommensteuer je nach Steuerklasse zwischen 10 % und 37 %. Im Vereinigten Königreich gilt das PAYE-System. Nutze stets einen länderspezifischen Netto-Rechner für genaue Auszahlungsbeträge.
Ausschließlich Bruttobeträge
Alle ausgewiesenen Ergebnisse sind Vorsteuer-Bruttobeträge. Verwende diese Zahlen niemals zur Schätzung des Auszahlungsbetrags, ohne die Einkommensteuer und Sozialversicherungsabgaben deines Landes anzuwenden. Für eine Netto-Berechnung in Deutschland empfehle ich einen dedizierten Brutto-Netto-Rechner.