Werbefrei, ohne AnmeldungGeprüft 2026-08-25

Wie wahrscheinlich sind blaue Augen?

Ergebnis

6,25% Blau

Ergebnis: 6,25 % Blau

Diese Seite beantwortet eine Frage: Wie wahrscheinlich sind blaue Augen? Blau braucht ein Kind, das weder ein Braun- noch ein Grün-Allel erbt — beide Chancen multiplizieren sich. Zwei braunäugige Träger (beide Bb und Gg) ergeben 6,25 % Blau, 18,75 % Grün und 75 % Braun; alles steht in der Tabelle.

Beispiele durchgerechnet

Fall 1
Elternteil 1 — Genpaar für Braun
Bb — braun, trägt ein nicht-braunes Allel
Elternteil 1 — Genpaar für Grün
Gg — trägt ein grünes Allel
Elternteil 2 — Genpaar für Braun
Bb — braun, trägt ein nicht-braunes Allel
Elternteil 2 — Genpaar für Grün
Gg — trägt ein grünes Allel

6,25%

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Fall 2
Elternteil 1 — Genpaar für Braun
bb — gar kein braunes Allel
Elternteil 1 — Genpaar für Grün
Gg — trägt ein grünes Allel
Elternteil 2 — Genpaar für Braun
bb — gar kein braunes Allel
Elternteil 2 — Genpaar für Grün
Gg — trägt ein grünes Allel

25,00%

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Fall 3
Elternteil 1 — Genpaar für Braun
BB — braun, kein anderes Allel
Elternteil 1 — Genpaar für Grün
Gg — trägt ein grünes Allel
Elternteil 2 — Genpaar für Braun
bb — gar kein braunes Allel
Elternteil 2 — Genpaar für Grün
gg — kein grünes Allel

0,00%

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So wird gerechnet

Blau = Chance auf kein B × Chance auf kein G

  1. SchrittFür beide Eltern das Genpaar für Braun wählen: Blau- und Grünäugige sind immer bb.
  2. SchrittFür beide Eltern das Genpaar für Grün wählen: Blauäugige sind immer gg.
  3. ErgebnisBeide Gene werden unabhängig vererbt, deshalb werden die zwei Chancen multipliziert.

Was die Zahl bedeutet

Blau ist im Modell die einzige Augenfarbe, die über zwei Abwesenheiten definiert ist: Ein Kind bekommt sie nur, wenn es weder ein Braun- noch ein Grün-Allel erbt. Genau deshalb lohnt sich diese Zahl — für Blau müssen beide Genpaare beider Eltern zusammenspielen, während Braun schon am Braun-Genort entschieden ist. Jedes Feld steuert eine von drei Zahlen bei: die Chance, dass dieses Paar sein rezessives Allel weitergibt — 1 bei bb oder gg, ½ bei Bb oder Gg, 0 bei BB oder GG. Beide Genorte gelten als unabhängig, die vier Chancen werden also einfach multipliziert. Die Standardwerte sind die klassische Kreuzung, beide Eltern Bb und Gg: ½ × ½ = ¼ für kein Braun, nochmals ¼ für kein Grün, und ¼ × ¼ = 6,25 % Blau. Dieselbe Struktur erklärt die Ränder der Tabelle. Ein einziges BB oder GG setzt seinen Faktor auf 0 und schließt Blau ganz aus; sind beide Eltern bb und gg, gibt es nichts anderes weiterzugeben, und das Modell nennt 100 %. Was die Seite nicht liefern kann, ist ihre eigene Eingabe. Die heutige Genetik beschreibt die Augenfarbe als polygen — OCA2 und HERC2 tragen am meisten, dazu ein Dutzend weiterer Gene —, das saubere Genpaar zur Auswahl ist also eine Schulkonvention und nichts, was sich einer Iris oder einem Stammbaum ablesen ließe. Alles nach dieser Wahl rechnet exakt; die Wahl selbst ist die Vereinfachung.

Ein Lehrmodell, kein Gentest

Die heutige Genetik beschreibt die Augenfarbe als polygen — OCA2 und HERC2 tragen am meisten bei, dazu ein Dutzend weiterer Gene. Die Rechnung auf dieser Seite stimmt exakt; die Zwei-Gen-Annahme darunter ist eine Schulkonvention.

Blau hängt als Einziges an allen vier Feldern

Der Braun-Anteil ergibt sich allein aus den beiden Braun-Genpaaren, die Grün-Felder würden ihn nie bewegen. Die Tabelle führt Braun, Grün und Blau für dieselben Kreuzungen, zusammen immer 100 %.

Genpaare eintragen, nicht Augenfarben

Ein braunäugiger Mensch ist BB oder Bb, und beides führt zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Blaue Augen sind der eindeutige Fall, immer bb und gg.

Häufig falsch verstanden

Zwei braunäugige Eltern können kein blauäugiges Kind bekommen.

Im Modell können sie es mit 6,25 %, wenn beide ein verstecktes nicht-braunes Allel tragen und keiner Grün weitergibt. Ist ein Elternteil BB, ist die Chance null.

Die drei Farben des Modells decken jede echte Iris ab.

Zwei Gene mit strenger Rangfolge bringen nur Braun, Grün oder Blau hervor. Echte Iris-Farben sind ein Kontinuum aus Pigment und Lichtstreuung — Haselnuss, Bernstein und Grau fehlen hier.

6,25 % heißt, dass das Kind keine blauen Augen bekommt.

Es ist der erwartete Anteil über solche Kreuzungen hinweg, keine Vorhersage für ein einzelnes Kind.

Referenztabelle

Kreuzung (Braun-Gen · Grün-Gen)BraunGrünBlau
Bb × Bb · Gg × Gg75 %18,75 %6,25 %
bb × bb · gg × gg0 %0 %100 %
BB × bb · Gg × gg100 %0 %0 %
bb × bb · Gg × Gg0 %75 %25 %
Bb × bb · gg × Gg50 %25 %25 %

Fragen

Können zwei braunäugige Eltern ein blauäugiges Kind bekommen?

Ja, mit 6,25 % Chance, wenn beide ein verstecktes nicht-braunes Allel tragen und keiner Grün weitergibt. Ist ein Elternteil BB, fällt die Chance auf null, denn zwei braune Allele bedeuten, dass jedes Kind eines bekommt.

Warum nennt diese Seite nur den Blau-Anteil?

Weil ein Rechner hier mit einer Zahl antwortet — und Blau ist die Zahl, die von allen vier Eingaben abhängt; der Braun-Anteil ergibt sich allein aus den beiden Braun-Genpaaren. Grün und Braun stehen für dieselben Kreuzungen in der Tabelle darüber, und die drei ergeben immer zusammen 100 %.

Warum Genpaare statt Augenfarben eintragen?

Weil die Augenfarbe das Genpaar nicht festlegt: Ein braunäugiger Mensch ist BB oder Bb, und beides führt zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Blaue Augen sind der eindeutige Fall, immer bb und gg. Ein blau- oder grünäugiges Eltern-, Geschwister- oder Kind beweist, dass ein Braunäugiger das rezessive Allel trägt.

Warum gibt es keine Option für Haselnuss, Bernstein oder Grau?

Weil zwei Gene mit strenger Rangfolge nur Braun, Grün oder Blau hervorbringen können. Echte Iris-Farben bilden ein Kontinuum aus Pigment und Lichtstreuung — eines der deutlichsten Anzeichen dafür, dass das Modell eine Vereinfachung ist.

Wie genau ist dieses Modell?

Es ist ein Lehrmodell, kein Gentest. Die heutige Genetik beschreibt die Augenfarbe als polygen — OCA2 und HERC2 tragen am meisten bei, dazu ein Dutzend weiterer Gene — und das einfache Muster „Braun dominiert“ gilt ausdrücklich als zu vereinfacht. Die Rechnung auf dieser Seite stimmt exakt; die Annahme, auf der sie steht, ist eine Schulkonvention.

Quellen und letzte Prüfung

  1. en.wikipedia.org

Information, keine Fachberatung.