Werbefrei, ohne AnmeldungGeprüft 2026-08-18

37-Prozent-Regel

Ergebnis

36,8%

Ergebnis: 36,8 %

Die ersten 37 Prozent nur anschauen, dann den ersten nehmen, der besser ist als alles bisher. Über ein offenes Zeitfenster trifft man die beste Option mit 36,8 Prozent — und zwar unabhängig davon, wie lang das Fenster ist. Wer die genaue Zahl der Kandidaten kennt, kommt etwas besser weg.

Beispiele durchgerechnet

Fall 1
Welches Modell
Über eine Zeitspanne
Anfang des Fensters
18
Ende des Fensters
35
Zahl der Kandidaten
10

36,8%

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Fall 2
Welches Modell
Bei bekannter Kandidatenzahl
Anfang des Fensters
18
Ende des Fensters
35
Zahl der Kandidaten
10

39,8%

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Fall 3
Welches Modell
Bei bekannter Kandidatenzahl
Anfang des Fensters
18
Ende des Fensters
35
Zahl der Kandidaten
30

37,9%

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So wird gerechnet

P = (k/n) · Σ 1/i, k = round(n/e)

  1. SchrittZeitmodell oder Kandidatenzahl wählen.
  2. SchrittBeim Zeitmodell Anfang und Ende des Fensters eintragen.
  3. SchrittBeim Kandidatenmodell die erwartete Anzahl eintragen.
  4. ErgebnisChance ablesen, am Ende die beste Option zu haben.

Was die Zahl bedeutet

Das ist das Sekretärinnenproblem, das klassische Optimal-Stopping-Modell: Kandidaten erscheinen nacheinander, jeder muss sofort angenommen oder abgelehnt werden, und zurückholen lässt sich niemand. Die Strategie mit der größten Chance auf den besten von allen lautet: den ersten 1/e-Anteil der Reihe nur beobachten — etwa 36,79 Prozent, meist auf 37 gerundet — und danach die erste Person nehmen, die alle bisherigen übertrifft. Die Zahl, die dieser Rechner ausgibt, ist genau diese Erfolgswahrscheinlichkeit. Im Zeitmodell ist sie die Konstante 1/e selbst, 36,8 Prozent, unabhängig von der Länge des Fensters: Wer von 18 bis 35 sucht, wechselt bei 24,25 Jahren von der Such- in die Bindungsphase, also mit etwa 24 Jahren und drei Monaten. Bei bekannter Kandidatenzahl lässt sie sich exakt ausrechnen, und kleine Mengen liegen über dem Grenzwert: 43,3 Prozent bei fünf Kandidaten, 39,8 bei zehn, 38,4 bei zwanzig, 37,1 bei hundert — mit wachsender Zahl fällt sie auf 1/e zurück. Die wichtigste Einschränkung ist, wie eng das Ziel gefasst ist. Maximiert wird die Wahrscheinlichkeit, genau den Besten zu treffen, nicht die durchschnittliche Zufriedenheit und nicht das geringste Bedauern. Vorausgesetzt ist außerdem, dass du nur erfährst, ob jemand über oder unter den bisher Gesehenen liegt, und dass die beiden Phasen strikt getrennt bleiben.

Kleine Mengen liegen über dem Grenzwert

Bei fünf Kandidaten liegt die Erfolgsquote bei 43,3 Prozent, bei hundert bei 37,1. Der Wert 1/e ist der Grenzwert einer langen Reihe, keine feste Zahl.

Sie optimiert genau ein enges Ziel

Maximiert wird die Chance, den einen Besten zu treffen. Nicht die durchschnittliche Zufriedenheit, und nicht das geringste Bedauern.

Die beiden Phasen müssen getrennt bleiben

In der Beobachtungsphase legst du dich auf niemanden fest, so gut jemand auch wirkt. Wer die Phasen vermischt, verliert die Garantie, auf der die Regel beruht.

Häufig falsch verstanden

37 Prozent ist die Dauer der ganzen Suche.

Es ist das Ende der Beobachtungsphase. Danach beginnt die Entscheidungsphase, und die kann bis zum Ende des Fensters laufen.

Die Regel garantiert mir die beste Option.

Sie gibt dafür etwa 37 Prozent Chance. In den übrigen Fällen kam der Beste schon in der Beobachtungsphase vorbei — oder gar nicht.

Referenztabelle

KandidatenZuerst ablehnenChance auf die beste
5243,3 %
10439,8 %
20738,4 %
1003737,1 %
Offenes Fensterdie ersten 37 %36,8 %

Fragen

Was ist die 37-Prozent-Regel?

Die ersten 37 % der Möglichkeiten nur ansehen, ohne zuzugreifen, und dann die erste nehmen, die besser ist als alles bisher Gesehene. Das ist die optimale Abbruchstrategie für das Sekretärinnenproblem.

Warum 37 Prozent, wenn 1/e bei 36,79 liegt?

Der Name rundet die Konstante. Der Rechner benutzt 1/e ungerundet, deshalb steht im Zeitmodell 36,8 % und keine glatte 37.

Warum ändert das Altersfenster nichts?

Im Zeitmodell ist die Wahrscheinlichkeit die Konstante 1/e, unabhängig vom Fenster. 18 bis 35 und 30 bis 32 ergeben beide 36,8 % — diese Unabhängigkeit ist das Ergebnis und kein Fehler.

Was bedeutet die Zahl bei bekannter Kandidatenzahl?

Sie ist die genaue Wahrscheinlichkeit, am Ende die beste Wahl zu haben. Bei 5 Kandidaten sind es 43,3 %, bei 20 noch 38,4 % und bei 100 dann 37,1 % — mit wachsender Zahl fällt sie gegen 1/e.

Gilt das für echte Entscheidungen?

Es beantwortet eine sehr enge Frage: eine Wahl, kein Zurück, jede Option messbar an den vorherigen. Echte Entscheidungen haben selten alle drei Eigenschaften zugleich.

Quellen und letzte Prüfung

  1. projecteuclid.org

Information, keine Fachberatung.