Watt in Ampere Rechner
Gib Leistung in Watt und Spannung in Volt ein und erhalte die Stromstärke in Ampere sowie den Widerstand in Ohm — die Werte, die du zur Auslegung von Sicherungen, Kabeln und Leistungsschaltern benötigst.
Gleichstrom und ohmsche Wechselstromlasten
Die Formel I = P ÷ U ist exakt für Gleichstromkreise und für Wechselstromlasten mit dem Leistungsfaktor 1 — Heizwiderstände, Glühbirnen und die meisten Heizelemente.
Elektromotoren und Elektronik ziehen mehr Strom
Induktive Lasten wie Motoren, Kompressoren und Schaltnetzteile haben einen Leistungsfaktor kleiner als 1, sodass der tatsächlich fließende Strom höher ist als dieser Rechner anzeigt. Details dazu findest du im Abschnitt „Grenzen und wichtige Hinweise".
Was ist das Wattgesetz?
Der Zusammenhang zwischen Leistung, Spannung und Stromstärke
Das Wattgesetz besagt, dass die elektrische Leistung dem Produkt aus Spannung und Stromstärke entspricht: P = U × I. Umgestellt ergibt sich die Stromstärke für eine bekannte Leistung und Spannung: I = P ÷ U. Das ist die grundlegende Gleichung, mit der du berechnest, wie viele Ampere ein Gerät aus dem Netz zieht, welche Sicherung du wählen musst und wie dick ein Kabel für eine bestimmte Last sein muss. Aus derselben Beziehung lässt sich mit dem Ohm-Gesetz auch der Widerstand ableiten: R = U² ÷ P.
Gib die Leistung in Watt und die Spannung in Volt ein und erhalte sofort die Stromstärke in Ampere und den Widerstand in Ohm.
Teile die Leistung durch die Spannung, um die Stromstärke zu erhalten. Für den Widerstand quadrierst du die Spannung und teilst durch die Leistung.
I = P ÷ U R = U² ÷ PBei 230 V (europäisches Stromnetz) zieht eine 100-W-Glühbirne 100 ÷ 230 ≈ 0,43 A. Ein 2.300-W-Heizgerät an derselben Versorgung zieht genau 2.300 ÷ 230 = 10 A — genug, um einen 10-A-Schutzschalter bei Volllast auszulösen. Im nordamerikanischen 120-V-Netz zieht dasselbe 100-W-Gerät 100 ÷ 120 ≈ 0,83 A, und ein 1.500-W-Gerät zieht 1.500 ÷ 120 = 12,5 A.
Die Stromstärke gibt an, wie viel elektrische Ladung pro Sekunde durch den Stromkreis fließt. Für Haushaltsgeräte sind europäische Standardsteckdosen typischerweise mit 16 A belastbar, während nordamerikanische Steckdosen meist 15 A oder 20 A ausgelegt sind. Ein Ergebnis deutlich unterhalb dieser Grenzen zeigt, dass die Last für einen Standardstromkreis sicher ist; liegt das Ergebnis darüber, ist ein eigener Stromkreis mit entsprechender Verkabelung und einem passend dimensionierten Schutzschalter erforderlich. Als Faustregel gilt: Die Dauerlast eines Stromkreises sollte 80 % seiner Nennstromstärke nicht überschreiten — ein 16-A-Kreis sollte also dauerhaft nicht mehr als etwa 13 A führen. Der Widerstandswert spiegelt die effektive Impedanz der Last bei der angegebenen Leistung und Spannung wider; er ist besonders nützlich, wenn du prüfst, ob ein Heizelement oder eine ohmsche Last im Rahmen seiner Auslegung betrieben wird.
Dieser Rechner liefert nur die Schätzung für ohmsche Lasten.
Wechselstromlasten mit Leistungsfaktor kleiner 1 ziehen mehr Strom
Motoren, Kompressoren, Leuchtstofflampen und die meisten Schaltnetzteile sind induktive oder kapazitive Lasten mit einem Leistungsfaktor kleiner 1. Der tatsächlich gezogene Strom berechnet sich als: I = P ÷ (U × Leistungsfaktor). Ein 1.000-W-Motor mit dem Leistungsfaktor 0,8 bei 230 V zieht zum Beispiel 1.000 ÷ (230 × 0,8) ≈ 5,43 A — nicht die 4,35 A, die dieser Rechner anzeigen würde. Prüfe stets das Typenschild oder das Datenblatt des Geräts, bevor du Schutzeinrichtungen dimensionierst.