Notenkurven-Rechner vier Kurven, vier Ergebnisse
Gib eine Rohpunktzahl ein und wähle eine Kurve. Du bekommst den angehobenen Prozentwert, den Zugewinn und den Vergleich aller vier gebräuchlichen Kurven.
Kurve ist nicht gleich Kurve
Aus denselben 68 % werden 73, 82,5, 73,9 oder 74,8 — je nach Methode der Lehrkraft.
Die Lehrkraft entscheidet
Hier siehst du, was jede Methode ergibt — nicht, welche in deinem Kurs gilt.
Was ist eine Notenkurve?
Auf einen Blick
Eine Notenkurve ist eine nachträgliche Anpassung der Rohpunkte, meist weil eine Prüfung schwerer ausfiel als geplant. „Kurve“ ist dabei kein einheitliches Verfahren — mindestens vier Methoden sind gebräuchlich, und sie können bei derselben Punktzahl über zehn Prozentpunkte auseinanderliegen.
Jede Methode unterstellt eine andere Ursache dafür, dass die Prüfung nicht wie geplant lief.
angehoben = roh + Zuschlag · angehoben = roh × Faktorangehoben = 10 × √roh · angehoben = roh × 100 ÷ BestleistungDie Wurzelkurve ist die interessanteste. Weil die Wurzel langsamer wächst als ihr Argument, gewinnen niedrige Ergebnisse weit mehr als hohe: Aus 30 % werden 54,8 % — ein Zugewinn von 24,8 Punkten — während aus 88 % nur 93,8 % werden, also 5,8 Punkte. Die Wurzelkurve kann außerdem niemanden über 100 % heben, was die anderen drei können — deshalb wird hier jedes Ergebnis gedeckelt.
Das sind die Werte, die der Rechner voreingestellt lädt.
In Prozent umrechnen
68 ÷ 100 = 68 % roh.
Wurzelkurve anwenden
10 × √68 = 10 × 8,246 = 82,46 %, ein Zugewinn von 14,46 Punkten.
Mit 5 Punkten pauschal vergleichen
68 + 5 = 73 %. Einfach — und für alle gleich.
Mit Skalierung auf 92 % vergleichen
68 × 100 ÷ 92 = 73,91 %. Dieses Ergebnis hängt vollständig davon ab, wie gut die beste Arbeit war.
Sehen, wo die Methoden auseinanderlaufen
Bei 30 % roh ergibt die Wurzelkurve 54,8 % und die pauschale Anhebung 35 % — fast zwanzig Punkte Unterschied. Bei 88 % liegen sie keinen Punkt auseinander.
Die Arithmetik ist für jede benannte Methode exakt. Was sie nicht sagen kann, ist, welche Methode deine Lehrkraft anwendet.
Die Wahl zählt unten am meisten. Alle vier Kurven stimmen am oberen Ende ungefähr überein und laufen unten stark auseinander. Wer nahe an der Bestehensgrenze liegt, ist von der Methode stärker betroffen als alle anderen im Kurs.
Die Skalierung auf die Bestleistung hängt an einer Person. Erreichte die beste Arbeit 92, teilen alle durch 0,92. Erreichte jemand 100, bewirkt die Kurve gar nichts. Diese Methode ist die am wenigsten vorhersehbare der vier.
Eine Normalverteilung bildet das hier nicht ab. Manche Häuser kurven auf eine Zielverteilung — einen festen Anteil an Bestnoten — statt jede Punktzahl zu transformieren. Das ist rangbasiert und lässt sich aus deiner Punktzahl allein nicht berechnen.
Kurven können pro Aufgabe statt pro Arbeit greifen. Eine gestrichene oder allen gutgeschriebene Aufgabe ändert zuerst die Rohpunktzahl; trag in dem Fall die bereinigte Rohpunktzahl ein.
Alles wird bei 100 % gedeckelt. Drei der vier Methoden könnten hohe Ergebnisse über die volle Punktzahl heben, was praktisch keine Einrichtung zulässt.
Für die Kursnote, in die der angehobene Wert einfließt, nimm den Notendurchschnitt-Rechner mit Gewichtung. Was du in der Abschlussprüfung brauchst, zeigt der Endnoten-Rechner.