Poolpumpe berechnen Die Umwälzzeit bestimmt die Größe
Gib die Beckenmaße ein und die Zeit für eine vollständige Umwälzung. Du bekommst die Förderleistung, die die Pumpe halten muss.
Förderleistung statt PS
Pumpen werden nach der Leistung ausgewählt, die sie gegen deine Rohre bringen. Die Motorleistung sagt darüber wenig aus.
Größer ist nicht besser
Eine überdimensionierte Pumpe kostet mehr Strom, belastet den Filter und kann mehr fördern, als die Rohre hergeben.
Welche Leistung braucht meine Poolpumpe?
Auf einen Blick
Poolpumpen werden über die Umwälzung ausgelegt: Das gesamte Wasservolumen soll je Umwälzperiode einmal durch den Filter laufen, und acht Stunden sind im Privatbereich der übliche Wert. Volumen geteilt durch Umwälzzeit ergibt die Förderleistung, nach der du suchst — in Europa m³ pro Stunde, in den USA Gallonen pro Minute. Ein Becken mit 8 × 4 m und 1,5 m Durchschnittstiefe fasst 48 m³ und braucht bei acht Stunden 6 m³/h.
Gefiltert wird nur Wasser, das den Filter auch erreicht. Die Umwälzrate gibt an, wie lange die Anlage braucht, um ein Volumen in Höhe des gesamten Beckeninhalts durchzusetzen — nicht, wann jedes Wassermolekül einmal gefiltert war. Das dauert deutlich länger, weil sauberes und schmutziges Wasser beim Zirkulieren ständig mischen.
Deshalb ist der Zielwert bewusst konservativ. Regelwerke für öffentliche Bäder schreiben Umwälzzeiten nach Beckentyp vor, für allgemeine Becken typischerweise sechs Stunden oder weniger, für Whirlpools und Planschbecken deutlich kürzer. Private Pools fallen nicht darunter; acht Stunden sind hier der praktische Standard.
| Becken | Volumen | 8 h Umwälzung | 6 h Umwälzung |
|---|---|---|---|
| 6 × 3 × 1,3 m | 23,4 m³ | 2,9 m³/h | 3,9 m³/h |
| 8 × 4 × 1,5 m | 48,0 m³ | 6,0 m³/h | 8,0 m³/h |
| 10 × 5 × 1,5 m | 75,0 m³ | 9,4 m³/h | 12,5 m³/h |
| 16 × 32 × 5 ft | 19.150 gal | 39,9 GPM | 53,2 GPM |
| 20 × 40 × 5,5 ft | 32.914 gal | 68,6 GPM | 91,4 GPM |
Förderleistung = (Länge × Breite × Durchschnittstiefe) ÷ UmwälzstundenIn imperialen Einheiten fällt das Volumen in Kubikfuß an, wird mit 7,48 in US-Gallonen umgerechnet und dann durch Minuten statt Stunden geteilt — daraus ergibt sich GPM.
Mit diesen Werten startet der Rechner.
Durchschnittstiefe bestimmen
Ein Boden, der von 1,0 m auf 2,0 m abfällt, ergibt im Schnitt 1,5 m. Nimm den Durchschnitt, nicht das tiefe Ende.
Volumen berechnen
8 × 4 × 1,5 = 48 m³, also 48.000 Liter.
Durch die Umwälzzeit teilen
48 ÷ 8 = 6 m³/h.
Mit der Kennlinie abgleichen
Eine Pumpe mit der Angabe „8 m³/h“ liefert diesen Wert ohne Gegendruck. Bei realistischen 8–10 m Förderhöhe bleiben vielleicht 6 übrig — genau das, was dieses Becken braucht. Die Kennlinie im Datenblatt ist die ehrliche Auskunft.
Die Förderleistung ist die Anforderung. Zwischen ihr und der gekauften Pumpe stehen drei Dinge.
Die Förderhöhe frisst einen Teil der Leistung. Jeder Meter Rohr, jeder Bogen, Skimmer, Filter und Wärmetauscher bremsen den Durchfluss. Die Katalogangabe wird bei geringem Widerstand gemessen; die Kennlinie zeigt, was bei deinem Gegendruck übrig bleibt. Lege nach der Kennlinie aus, bei etwa 8–12 m Gesamtförderhöhe für eine typische Hausanlage.
Auch der Filter hat eine Obergrenze. Sandfilter sind in m³/h je Quadratmeter Filterfläche angegeben. Mehr Wasser durchzudrücken, als der Filter verträgt, verschlechtert die Filterwirkung, statt sie zu verbessern. Prüfe die Filterangabe, bevor du zur größeren Pumpe greifst.
Drehzahlgeregelte Pumpen ändern die Rechnung. Bei halber Drehzahl halbiert sich der Durchfluss ungefähr, der Stromverbrauch sinkt aber weit stärker — er wächst etwa mit der dritten Potenz der Drehzahl. Die übliche Strategie ist deshalb: länger laufen lassen, dafür langsamer. Gleiche Umwälzung, ein Bruchteil des Stroms.
Für die Rohrseite derselben Frage gibt es den Volumenstrom-Rechner.
Rechteckiges Becken, Förderleistung vor Verlusten
Das Volumen entsteht hier aus Länge × Breite × Durchschnittstiefe, setzt also ein weitgehend rechteckiges Becken voraus. Bei einem Rundbecken multiplizierst du das Ergebnis mit etwa 0,79 (π ÷ 4); bei Nieren- oder Freiformbecken misst du die Wasserfläche genauer — Länge × Breite fällt dort zu groß aus.
Das Ergebnis ist die Leistung, die die Anlage erreichen muss, keine Pumpenempfehlung. Förderhöhe, Filterkapazität, Rohrdurchmesser und Saugleitung bleiben außen vor, entscheiden aber darüber, welche Pumpe den Wert tatsächlich schafft. Für öffentliche und gewerbliche Becken gelten vorgeschriebene Umwälzzeiten, die jede Faustregel übersteuern — dort zählt das jeweilige Regelwerk, nicht dieser Rechner.