US-CD-Rechner Endwert, Zinsen & APY
Sieh genau, was dein Certificate of Deposit am Laufzeitende wert ist — aus der beworbenen APY oder dem Nominalzins, mit Wachstumskurve Monat für Monat.
Reg-DD-Arithmetik
Die Rechnung folgt der Formel des US-Truth-in-Savings-Gesetzes, die Banken selbst verwenden müssen: APY = (1 + Zins/n)^n − 1.
US-Bankprodukt
Certificates of Deposit sind ein US-Produkt mit FDIC-Einlagensicherung und APY-Angaben — dieser Rechner arbeitet in US-Dollar. Für deutsche Sparziele passt unser Zinseszinsrechner.
Was ist ein Certificate of Deposit?
Feste Summe, feste Laufzeit, fester Zins — das US-Festgeld
Ein Certificate of Deposit (CD) ist das US-Gegenstück zum Festgeld: Du legst einen festen Betrag für eine feste Laufzeit — üblich sind 3 Monate bis 5 Jahre — bei einer US-Bank oder Credit Union an und bekommst dafür einen festen Zinssatz, meist höher als auf dem Tagesgeldkonto. Der Preis dafür ist die Bindung: Wer vor Fälligkeit an das Geld will, zahlt laut US-Verbraucherschutzbehörde CFPB fast immer eine Vorfälligkeitsstrafe. Einlagen sind über die FDIC bis 250.000 $ pro Person, Bank und Kontokategorie abgesichert.
US-Banken müssen Sparprodukte nach Regulation DD (Truth in Savings Act) mit der Annual Percentage Yield bewerben. Die APY enthält den Zinseszins bereits als eine einzige Jahreszahl — deshalb braucht der APY-Modus dieses Rechners kein Zinsgutschrift-Intervall: 4,50 % APY lassen das Guthaben exakt um 4,50 % pro Jahr wachsen, anteilig für angebrochene Jahre. Nennen deine Unterlagen stattdessen einen Nominalzins plus Zinsgutschrift-Intervall, rechnet der Nominal-Modus mit der klassischen Zinseszinsformel und leitet die APY für dich ab — nach genau der Formel, die Regulation DD in Anhang A vorschreibt.
Endwert = Einlage × (1 + Zins/n)^(n × Jahre), APY = (1 + Zins/n)^n − 1Der Unterschied zwischen beiden Angaben ist klein, aber real: Je öfter Zinsen gutgeschrieben werden, desto weiter liegt die APY über dem Nominalzins. Genau darum ist die APY die Vergleichszahl beim Angebotscheck — zwei CDs mit gleichem Nominalzins, aber unterschiedlicher Gutschrift zahlen nicht dasselbe.
Wachstumsfaktor bestimmen
Im APY-Modus bedeuten 4,5 % APY über 12 Monate einen Faktor von (1 + 0,045)^1 = 1,045. Bei einem 18-Monats-CD wird der Exponent zu 1,5 Jahren.
Auf die Einlage anwenden
10.000 bei Fälligkeit — die Zinsen bleiben im CD und verzinsen sich bis zum Laufzeitende mit.
Zinsertrag ablesen
Endwert minus Einlage: 10.450,00 = 450,00 $ Zinsen — in den USA steuerpflichtig im Jahr der Gutschrift (Formular 1099-INT).
Längere Laufzeiten zahlen meist mehr, binden das Geld aber vollständig: Die CFPB weist darauf hin, dass Vorfälligkeitsstrafen üblicherweise mehrere Monate Zinsen kosten — bei kurzen CDs können sie sogar die eingezahlte Summe anknabbern. Prüfe die Strafregelung im Kontovertrag, bevor du dich festlegst, und stecke nie einen Notgroschen in einen einzelnen langen CD.
Ein bewährter Mittelweg ist die CD-Leiter: Die Einlage wird auf gestaffelte Laufzeiten verteilt (zum Beispiel 12, 24 und 36 Monate), sodass jedes Jahr ein Teil fällig wird. Jede Sprosse lässt sich dann zum aktuellen Langfristzins neu anlegen — der Durchschnittsertrag bleibt hoch, die Liquidität kehrt in festen Abständen zurück.
Ob ein angebotener Zinssatz konkurrenzfähig ist, zeigt der monatliche Blick auf die von der FDIC veröffentlichten nationalen Durchschnittszinsen — Onlinebanken zahlen für dieselbe Laufzeit oft ein Mehrfaches des Filialdurchschnitts. Als Vergleichsmaßstab lohnen außerdem High-Yield-Sparkonten (flexibel, aber variabel verzinst) und US-Staatsanleihen gleicher Restlaufzeit.
Die Kopfzahl ist der Endwert — was die Bank bei Fälligkeit auszahlt, wenn die Zinsen im CD bleiben. Der Zinsertrag ist dein tatsächlicher Dollar-Gewinn, und die APY drückt ihn als Jahresrate aus, damit Angebote mit unterschiedlicher Laufzeit und Gutschrift vergleichbar werden. Die Wachstumskurve zeigt, wie der Zinseszins Fahrt aufnimmt: Die späten Monate eines langen CD bringen mehr Dollar als die frühen, weil Zinsen auf Zinsen anfallen.
Zwei Dinge sagt der Endwert nicht: Kaufkraft und Steuern. Inflation schmälert, was die Auszahlung wert ist, und CD-Zinsen sind in den USA im Jahr der Gutschrift als Einkommen steuerpflichtig — nicht erst bei Fälligkeit. Ein mehrjähriger CD erzeugt also jedes Jahr ein 1099-INT, obwohl du an das Geld nicht herankommst.
Der Rechner modelliert einen klassischen Fest-Zins-CD, der bis zur Fälligkeit gehalten wird und dessen Zinsen mitverzinst werden. Nicht abgebildet sind Vorfälligkeitsstrafen (bankspezifisch — steht in deiner Disclosure), Bump-up- oder Step-Rate-CDs mit wechselndem Zins, kündbare (callable) CDs sowie monatliche Zinsauszahlungen auf ein Referenzkonto — Letztere stoppen den Zinseszins und drücken den Gesamtertrag unter den hier gezeigten Wert.
Nur zur Information
Alle Ergebnisse sind Schätzungen zu Informationszwecken und keine Finanzberatung. Prüfe APY, Zinsgutschrift, Laufzeit und Strafregelung im Truth-in-Savings-Dokument deiner Bank, bevor du ein Konto eröffnest, und hol dir bei größeren Summen professionellen Rat. Die FDIC-Grenze (250.000 $ pro Person, Bank und Kontokategorie) gilt für alle deine Konten bei einem Institut zusammen — nicht pro CD. Für Sparziele in Euro passt unser Zinseszinsrechner besser.