Spritkosten- rechner
Spritkosten einer Fahrt berechnen und auf Mitfahrer aufteilen — unterstützt l/100km, mpg US, mpg UK und km/l.
Alle Verbrauchseinheiten
Funktioniert mit l/100km, mpg US, mpg UK und km/l — auch für Hin- und Rückfahrten.
Nur eine Schätzung
Der tatsächliche Verbrauch variiert je nach Beladung, Verkehr, Tempo und Klimaanlage.
Was berechnet dieser Rechner?
Spritkosten und Kostenaufteilung in Sekunden
Gib Fahrstrecke, Kraftstoffverbrauch und aktuellen Tankstellenpreis ein, um die gesamten Spritkosten und die Aufteilung auf Mitfahrer zu sehen. Der Rechner funktioniert mit allen gängigen Verbrauchseinheiten — l/100km wie in Europa üblich, mpg in den USA und Großbritannien sowie km/l in Teilen Asiens und Lateinamerikas.
Die Formel ist einfach: Strecke mit Verbrauch multiplizieren ergibt den Kraftstoffbedarf, der dann mit dem Preis multipliziert wird.
Kraftstoff (l) = Strecke (km) × Verbrauch (l/100km) ÷ 100
Kosten = Kraftstoff (l) × Preis pro Liter
Kosten pro Person = Kosten ÷ Anzahl der MitfahrerDie Kosten pro 100 km ergeben sich einfach aus Preis pro Liter multipliziert mit dem Verbrauch in l/100km — eine nützliche Kenngröße zum Vergleich von Routen oder Fahrzeugen.
Hier liegt der entscheidende Unterschied zu vielen Spritrechnern: mpg und l/100km sind invers verknüpft, nicht linear. Eine einfache Multiplikation oder Division mit einem festen Faktor führt zu falschen Ergebnissen.
l/100km = 235,215 ÷ mpg (US)
l/100km = 282,481 ÷ mpg (UK)
mpg (US) = 235,215 ÷ l/100kmDie Konstanten stammen aus offiziellen Einheitendefinitionen:
- 1 US-Gallone = 3,785411784 Liter (NIST SP 811, exakt)
- 1 UK-Gallone (imperial) = 4,54609 Liter (UK Weights and Measures Act 1985, exakt)
- 1 internationale Meile = 1,609344 km (Internationales Einheitenabkommen 1959, exakt)
US-mpg-Konstante: 100 × 3,785411784 ÷ 1,609344 ≈ 235,215
UK-mpg-Konstante: 100 × 4,54609 ÷ 1,609344 ≈ 282,481
Ein Auto mit 30 mpg US hat schlechteren Verbrauch in l/100km als ein Auto mit 30 mpg UK, weil UK-Gallonen etwa 20 % größer sind.
Eine Familie fährt von Berlin nach Hamburg (289 km) und zurück (Hin- und Rückfahrt = 578 km). Das Auto verbraucht 8,5 l/100km. Diesel kostet 1,65 €/l. Im Auto sitzen 4 Personen.
Hin- und Rückfahrt berücksichtigen
578 km (289 × 2) ist die Gesamtstrecke.
Kraftstoffbedarf berechnen
578 km × 8,5 l/100km ÷ 100 = 49,13 l
Gesamtkosten berechnen
49,13 l × 1,65 €/l = 81,07 €
Auf Mitfahrer aufteilen
81,07 € ÷ 4 = 20,27 € pro Person
Das US-Energieministerium (fueleconomy.gov) und der ADAC nennen diese Faktoren als besonders wirkungsvoll:
Gleichmäßige Autobahngeschwindigkeit
Der Kraftstoffverbrauch ist bei 80–90 km/h am niedrigsten und steigt bei über 130 km/h stark an. Der Tempomat hilft, eine effiziente Geschwindigkeit zu halten.
Klimaanlage sparsam nutzen
Die Klimaanlage kann den Verbrauch im Stadtverkehr um bis zu 25 % erhöhen. Auf der Autobahn erhöhen offene Fenster den Luftwiderstand — hier ist die Klimaanlage oft die bessere Wahl.
Unnötiges Gewicht reduzieren
Jede 45 kg zusätzliche Last erhöht den Verbrauch um rund 1–2 %. Dachträger und Transportboxen abnehmen, wenn sie nicht gebraucht werden.
Auch Reifendruck und regelmäßige Wartung (Luftfilter, Motoröl) beeinflussen den Realverbrauch erheblich. Laut ADAC liegen die realen Verbräuche bei vielen Fahrzeugen 20–30 % über den Herstellerangaben.
Die berechneten Kosten sind reine Kraftstoffkosten. Maut, Parkgebühren, Fahrzeugverschleiß und Fahrerzeit sind nicht enthalten. Für grobe Gesamtfahrtkosten können etwa 2–4 Cent pro Kilometer für Abschreibung und Wartung addiert werden.
Der Betrag pro Person entsteht durch gleichmäßige Aufteilung der Gesamtkosten — unterschiedliche Mitfahrstrecken einzelner Personen werden nicht berücksichtigt.
Die Kosten pro 100 km sind unabhängig von der Gesamtstrecke und damit ideal zum Vergleich verschiedener Routen oder Fahrzeuge.
Ein nützlicher Maßstab zur Einordnung deiner Zahl: Laut den Spritspar-Leitlinien des US-Energieministeriums (fueleconomy.gov) erhöht aggressives Fahren den Verbrauch im Stadtverkehr um 10–40 % — liegt dein 100-km-Wert deutlich über dem Datenblatt deines Autos, liegt das meist an den Fahrbedingungen, nicht am Fahrzeug. Laut der ADAC-Spritspar-Beratung sind vorausschauendes Fahren und korrekter Reifendruck die zwei günstigsten Hebel: Zusammen holen sie regelmäßig 10–15 % der hier berechneten Kosten zurück.
Teilst du Kosten regelmäßig mit Mitfahrenden (Pendelgruppen, Festivalfahrten), klärt die Basis vorab: nur Sprit, wie hier berechnet, oder Sprit plus Verschleißpauschale pro Kilometer. Der reine Spritbetrag ist das belastbare Minimum; der Komplettbetrag ist fairer gegenüber der Person am Steuer.
Der tatsächliche Kraftstoffverbrauch hängt von vielen Faktoren ab, die dieser Rechner nicht kennen kann.
Realer Verbrauch weicht ab
Herstellerangaben und Online-Schätzungen beziehen sich auf ideale Bedingungen. Staus, Steigungen, hohe Geschwindigkeit, Klimaanlage, Beladung und Kälte erhöhen den tatsächlichen Verbrauch — manchmal um 30–50 % gegenüber der Herstellerangabe. Für beste Genauigkeit nutze deinen eigenen Verbrauchsdurchschnitt aus deiner Tankhistorie.
Preisschwankungen
Kraftstoffpreise ändern sich täglich. Das Ergebnis spiegelt den von dir eingegebenen Preis wider und kann bei starken Marktschwankungen schnell veraltet sein. Prüfe aktuelle Preise vor einer langen Fahrt, zum Beispiel beim ADAC-Kraftstoffpreismonitor.
Die Ergebnisse dienen reinen Planungs- und Informationszwecken. Rechnest du Fahrten als Betriebsausgabe oder über die Pendlerpauschale ab, gelten eigene Compliance-Vorgaben: Kilometerpauschalen ersetzen in der Regel die hier berechneten tatsächlichen Spritkosten, statt sie zu ergänzen. Konsultiere im Zweifel deinen Steuerberater, welche Abrechnungsbasis in deinem Fall gilt.