Mehrwertsteuer-Rechner — Deutschland, Österreich, Schweiz Deutschland, Österreich, Schweiz
MwSt. auf einen Nettobetrag aufschlagen oder aus einem Bruttobetrag herausrechnen. Alle gesetzlichen DACH-Steuersätze voreingestellt, mit der richtigen Rückwärtsformel.
Datenquelle
Gesetzliche Steuersätze gemäß UStG § 12 (DE), UStG 1994 § 10 (AT) und MWSTG Art. 25 (CH). Geprüft im Juni 2026.
Hinweis
Dieses Tool dient nur zu Informationszwecken. B2B-Reverse-Charge und die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) werden nicht abgebildet. Für verbindliche Berechnungen bitte Steuerberater konsultieren.
Was ist die Mehrwertsteuer?
Die Steuer, die auf fast jeden Kauf im DACH-Raum anfällt
Die Mehrwertsteuer (MwSt.) — in Deutschland und Österreich auch Umsatzsteuer (USt.) genannt, in der Schweiz MWST — ist eine Verbrauchsteuer, die auf jeder Stufe der Wertschöpfungskette erhoben wird. Die wirtschaftliche Last trägt letztlich der Endverbraucher. In Deutschland gilt ein Regelsatz von 19 %, in Österreich 20 % und in der Schweiz 8,1 % — jedes Land regelt dies eigenständig.
Kurzantwort: Zum Aufschlagen multiplizierst du den Nettobetrag mit (1 + r/100). Zum Herausrechnen dividierst du den Bruttobetrag durch (1 + r/100) — NICHT durch Multiplikation des Bruttos mit r/100, denn das ergibt einen zu hohen Wert.
Egal ob du eine Rechnung stellst, einen Kassenbon prüfst oder einen Kauf planst — dieser Rechner beherrscht beide Richtungen auf Knopfdruck.
Jede MwSt.-Berechnung läuft in eine von zwei Richtungen.
MwSt. aufschlagen (Netto → Brutto): Du kennst den Preis vor Steuer und willst wissen, was der Kunde zahlt.
MwSt. herausrechnen (Brutto → Netto): Du siehst einen Preis inklusive Steuer und willst wissen, wie viel davon Steuer ist.
MwSt. = Netto × r ÷ 100 | Brutto = Netto + MwSt.MwSt. = Brutto × r ÷ (100 + r) | Netto = Brutto − MwSt.Der häufigste Fehler beim Herausrechnen der MwSt. ist, den Bruttobetrag mit r/100 zu multiplizieren statt mit r/(100+r).
Falsche Vorgehensweise
Brutto 119 € × 19/100 = 22,61 € — damit überschätzt du die MwSt. um 3,61 € und rechnest das Netto falsch.
Richtige Vorgehensweise
Brutto 119 € × 19/(100+19) = 119 × 19/119 = 19,00 € — der genaue gesetzliche MwSt.-Anteil im Bruttobetrag.
Die korrekte Formel teilt durch den Bruttofaktor (1 + r/100), genau so wie es das Finanzamt vorschreibt. Die falsche Formel überschätzt das Ergebnis, weil sie den Steuersatz auf eine Basis anwendet, die die Steuer bereits enthält.
Alle nachfolgenden Steuersätze sind gesetzlich festgelegt, Stand 2026. Jedes Land regelt seine Sätze eigenständig; die EU schreibt einen Mindestregelsteuersatz von 15 % vor (Deutschland und Österreich liegen darüber), die Schweiz ist kein EU-Mitglied.
| Land | Satzart | Satz | Beispiele | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Regelsatz | 19 % | Die meisten Waren und Dienstleistungen | UStG § 12 Abs. 1 |
| Deutschland | Ermäßigt | 7 % | Lebensmittel, Bücher, ÖPNV, Zeitungen | UStG § 12 Abs. 2 |
| Österreich | Normalsatz | 20 % | Die meisten Waren und Dienstleistungen | UStG 1994 § 10 Abs. 1 |
| Österreich | Ermäßigt | 10 % | Lebensmittel, Bücher, Personenbeförderung, Arzneimittel | UStG 1994 § 10 Abs. 2 |
| Österreich | Zwischensatz | 13 % | Kunstgegenstände, Veranstaltungen, Wein ab Hof, Tiere | UStG 1994 § 10 Abs. 3 |
| Schweiz | Normalsatz | 8,1 % | Die meisten Waren und Dienstleistungen | MWSTG Art. 25 Abs. 1 |
| Schweiz | Sondersatz | 2,6 % | Lebensmittel, alkoholfreie Getränke, Zeitungen, Arzneimittel | MWSTG Art. 25 Abs. 2 |
| Schweiz | Beherbergungssatz | 3,8 % | Hotelübernachtungen | MWSTG Art. 25 Abs. 4 |
Die Schweiz hat ihre Steuersätze zum 1. Januar 2024 angehoben (von 7,7 %, 2,5 % und 3,7 %), um die AHV-Rentenreform zu finanzieren. Die oben aufgeführten Sätze gelten ab diesem Datum.
Die folgenden Beispiele führen jeweils eine vollständige Berechnung durch — einmal mit Aufschlagen, einmal mit Herausrechnen.
Deutschen Regelsatz (19 %) auf eine Netto-Rechnung von 250 € aufschlagen
Netto = 250,00 €. Satz = 19 % (Deutschland, UStG § 12 Abs. 1). MwSt. = 250 × 19/100 = 47,50 €. Brutto = 250 + 47,50 = 297,50 €. Du trägst 297,50 € als Gesamtbetrag auf der Rechnung ein.
Österreichischen Normalsatz (20 %) aus einem Bruttobetrag von 360 € herausrechnen
Brutto = 360,00 €. Satz = 20 % (Österreich, UStG 1994 § 10 Abs. 1). MwSt. = 360 × 20/(100+20) = 360 × 20/120 = 60,00 €. Netto = 360 − 60 = 300,00 €. Der Kassenbon weist 60 € Steuer auf 300 € Warenwert aus.
Schweizer Sondersatz (2,6 %) auf einen Lebensmitteleinkauf von CHF 80 aufschlagen
Netto = CHF 80,00. Satz = 2,6 % (Schweiz, MWSTG Art. 25 Abs. 2). MwSt. = 80 × 2,6/100 = CHF 2,08. Brutto = 80 + 2,08 = CHF 82,08. (Der Rechner zeigt € als Einheitssymbol; für CHF-Beträge die gleiche Formel verwenden.)
Deutschen ermäßigten Satz (7 %) aus einem Buchpreis von 5,35 € herausrechnen
Brutto = 5,35 €. Satz = 7 % (Deutschland, UStG § 12 Abs. 2). MwSt. = 5,35 × 7/(100+7) = 5,35 × 7/107 = 0,35 €. Netto = 5,35 − 0,35 = 5,00 €. Bücher in Deutschland unterliegen dem ermäßigten Satz von 7 %, nicht dem Regelsatz von 19 %.
Alle drei Werte — Netto, MwSt. und Brutto — werden immer angezeigt, sodass du das Ergebnis in genau der Richtung ablesen kannst, die deine Unterlagen brauchen. Als Verbraucher ist der MwSt.-Betrag der Teil des Ladenpreises, der an den Staat geht, nicht an den Verkäufer: Laut den Mehrwertsteuerregeln der Europäischen Kommission zieht das Unternehmen die Steuer nur ein, getragen wird sie vom Endverbraucher. Als Kleinunternehmer gehört der Nettobetrag in deine Umsatzrechnung, während der MwSt.-Betrag nur treuhänderisch bei dir liegt — bis zur nächsten Umsatzsteuervoranmeldung.
Ein schneller Plausibilitätscheck: Beim deutschen Regelsatz von 19 % macht die MwSt. in einem Bruttopreis immer knapp 16 % dieses Bruttobetrags aus (19/119 ≈ 15,97 %). Liegt deine herausgerechnete MwSt. bei rund 19 % des Bruttopreises, hast du multipliziert statt die Formel r/(100+r) zu verwenden — prüfe die Richtungseinstellung. Laut den Leitlinien der Eidgenössischen Steuerverwaltung gilt dieselbe Logik beim Schweizer Satz von 8,1 %: Der MwSt.-Anteil eines Schweizer Bruttopreises beträgt 8,1/108,1 ≈ 7,49 %, nicht 8,1 %.
Dieser Rechner berechnet die grundlegende MwSt.-Arithmetik für Privatverbraucher und einfache B2C-Rechnungen. Einige reale Szenarien erfordern professionelle Beratung:
B2B-Reverse-Charge nicht enthalten
Bei innergemeinschaftlichen und internationalen B2B-Geschäften ist häufig der Leistungsempfänger umsatzsteuerpflichtig (Reverse Charge, § 13b UStG). Dieser Rechner bildet das nicht ab — er ist für B2C- oder inländische B2B-Fälle geeignet.
Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) nicht enthalten
Kleinunternehmer in Deutschland mit Umsätzen unterhalb der Kleinunternehmergrenze (§ 19 UStG) dürfen keine Umsatzsteuer auf Rechnungen ausweisen. Der Rechner geht von der regulären Steuerpflicht aus. Wenn du unter § 19 fällst, zeigt deine Rechnung keine MwSt.
Schweiz: CHF-Beträge, nicht EUR
Die Schweizer MWST wird in Schweizer Franken berechnet. Der Rechner verwendet € als Einheitssymbol. Nutze die ausgegebenen Zahlen einfach als CHF-Beträge — die Formel ist identisch.