Grundsteuer Dresden 2025 — Hebesatz 635 %

Sachsen. Grundsteuerberechnung nach Bundesmodell. Aktueller Hebesatz Grundsteuer B: 635 % (vorher 635 %).

Dresden in Sachsen erhebt ab 2025 einen Hebesatz für die Grundsteuer B von 635 %. Die Berechnung folgt dem Bundesmodell. Bei einem durchschnittlichen Bodenrichtwert von 580 € je Quadratmeter ergibt sich die Steuerlast aus der Fläche und der gewählten Nutzung.

Vor der Reform lag der Hebesatz bei 635 %. Die Anpassung ist nach Auskunft der Kommune aufkommensneutral umgesetzt: die Gesamteinnahmen der Stadt sollen auf Vorjahresniveau bleiben, einzelne Grundstücke können aber deutlich stärker belastet oder entlastet werden.

Grundsteuer Dresden berechnen

Jahressteuer
570,87 €
Monatlich
47,57 €
Steuermessbetrag
89,90 €
  1. Grundsteuerwert290.000,00 €
  2. Steuermesszahl (0,31 ‰)89,90 €
  3. × Hebesatz 635 %570,87 €

Hebesatz vor/nach der Reform 2025

Hebesatz 2024
635 %
Hebesatz 2025
635 %
Veränderung
±0 %

Der Hebesatz bleibt mit 635 % unverändert gegenüber 2024.

Der Hebesatz bleibt mit 635 % auf Vorjahresniveau.

Dresden bezeichnet die Reform als aufkommensneutral: die Stadt erwartet insgesamt keine höheren Einnahmen. Einzelne Grundstücke können sich trotzdem deutlich verschieben — Gewerbe und hochpreisige Lagen tragen meist mehr, Einfamilienhäuser in Randlagen häufig weniger.

Maßgeblich ist der Grundsteuerbescheid der Gemeinde. Die zugrundeliegenden Grundsteuerwert- und Messbescheide kommen vom zuständigen Finanzamt — wer den Wert für zu hoch hält, muss dort innerhalb eines Monats Einspruch einlegen, nicht bei der Stadt.

Welches Modell gilt in Sachsen?

Bundesmodell

Sachsen wendet das Bundesmodell an. Die Steuermessbetragsgrundlage ist der Grundsteuerwert, eine marktnahe Bewertung aus dem Ertragswertverfahren (§ 15 GrStG).

So rechnet das Finanzamt und die Stadt deine Grundsteuer

  1. Schritt 1 — Grundsteuerwert: Das Finanzamt ermittelt einen marktnahen Wert aus Bodenrichtwert, typisierter Miete, Baujahr und Restnutzungsdauer (Ertragswertverfahren nach § 252 BewG). Maßgeblich ist der Wert zum Stichtag 1.1.2022, fortgeschrieben in Hauptfeststellungen alle sieben Jahre.
  2. Schritt 2 — Steuermessbetrag: Die Bemessungsgrundlage wird mit der gesetzlichen Steuermesszahl multipliziert (Wohnen: 0,31 ‰ im Bundesmodell bzw. 1,3 ‰ mit 30 %-Abschlag im Bodenwertmodell). Das Ergebnis ist der Grundsteuermessbetrag, festgesetzt vom Finanzamt.
  3. Schritt 3 — Jahres-Grundsteuer: Die Gemeinde multipliziert den Messbetrag mit dem Hebesatz — in diesem Fall 635 %. Der städtische Grundsteuerbescheid bündelt das Ergebnis und legt Fälligkeiten und Raten fest.

Typische Rechenbeispiele

Einfamilienhaus (500 m² Grund · 140 m² Wohn)

Jahressteuer
571 €
Monatlich
48 €

Eigentumswohnung (200 m² anteilig · 75 m² Wohn)

Jahressteuer
228 €
Monatlich
19 €

Die Beispiele zeigen typische Grundrisse und rechnen mit dem Bundesmodell sowie dem aktuellen Hebesatz von 635 % für Wohnimmobilien. Für Dresden fließt der durchschnittliche Bodenrichtwert von 580 € je m² in den Grundsteuerwert ein — bei besseren Lagen kann der Wert deutlich höher, bei Randlagen merklich niedriger liegen. Für eine exakte Berechnung oben im Rechner die konkreten Flächen und — je nach Modell — Bodenrichtwert oder Wohnlage des eigenen Objekts eintragen.

Was wäre, wenn Dresden den Hebesatz ändert?

635 %
Jahressteuer
571 €
Heute in Dresden (635 %)
571 €
Veränderung
0 € (0.0 %)

Szenario für ein Musterobjekt (500 m² Grund, 140 m² Wohnfläche). Deine konkreten Werte oben im Rechner eintragen.

Zahlungstermine 2025

Quartalsrate
15. Feb
Quartalsrate
15. Mai
Quartalsrate
15. Aug
Quartalsrate
15. Nov

Die Grundsteuer B wird standardmäßig in vier Quartalsraten abgebucht (§ 28 GrStG) — jeweils zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November. Auf Antrag bis zum 30. September des Vorjahres ist alternativ eine Jahreszahlung zum 1. Juli möglich; bei Kleinbeträgen unter 30 € wird die Steuer ohnehin in einer Rate fällig.

Grundlage der Abbuchung ist der städtische Grundsteuerbescheid. Ohne erteiltes SEPA-Lastschriftmandat muss der Betrag selbst überwiesen werden — verspätete Zahlung löst nach § 240 AO einen Säumniszuschlag von 1 % je angefangenem Monat aus, zuzüglich Mahngebühren der Stadtkasse. Ein Einspruch gegen den Grundsteuerbescheid hemmt die Zahlungspflicht nicht; fällige Raten sind trotz Einspruch zu zahlen, sofern keine Aussetzung der Vollziehung beantragt und gewährt wurde.

Umlage auf Mieter

Vermieter können die Grundsteuer als Betriebskosten anteilig auf Mieter umlegen. Bei einer beispielhaften Jahressteuer von 368 € entspricht das rund 31 € pro Monat — verteilt nach Wohnflächenanteil, sofern der Mietvertrag eine Umlage der Betriebskosten vorsieht.

Rechtsgrundlage ist § 2 Nr. 1 BetrKV in Verbindung mit § 556 BGB. Umlagefähig ist ausschließlich die laufende Grundsteuer; Grundstücksbewertung, Notar- und Grundbuchkosten sowie die Instandhaltung bleiben beim Eigentümer. Bei gemischt genutzten Gebäuden (Gewerbe + Wohnen) muss der gewerbliche Anteil vorab herausgerechnet werden, wenn dadurch eine Mehrbelastung für Wohnmieter entstünde (BGH VIII ZR 362/03).

Mieter in Dresden können im jährlichen Betriebskosten­abrechnung prüfen: Ist die angesetzte Grundsteuer auf den Grundsteuerbescheid der Stadt zurückzuführen? Entspricht der Verteilungsschlüssel dem Mietvertrag (meist Wohnfläche)? Wurde bei einer Reform-Senkung auch die Umlage angepasst? Fehler in einem dieser Punkte sind ein häufiger Anlass für berechtigte Einwände gegen die Abrechnung.

Dresden im Vergleich zu ähnlichen Städten

Dresden635 %
Leipzig650 %
Berlin470 %

Der Hebesatz allein entscheidet nicht über die Steuerlast — der Grundsteuerwert bzw. der Bodenrichtwert je Stadt spielt eine mindestens ebenso große Rolle.

Hebesatz einer anderen Stadt prüfen?

Alle deutschen Städte, Hebesätze und Modelle im direkten Vergleich.

Zum Städte-Vergleich

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist der Hebesatz Grundsteuer B in Dresden?

Ab 2025 beträgt der Hebesatz Grundsteuer B in Dresden 635 %. Der Hebesatz bleibt mit 635 % unverändert gegenüber 2024.

Welches Bundesmodell gilt in Dresden?

Dresden liegt in Sachsen und berechnet die Grundsteuer nach dem Bundesmodell. Sachsen wendet das Bundesmodell an. Die Steuermessbetragsgrundlage ist der Grundsteuerwert, eine marktnahe Bewertung aus dem Ertragswertverfahren (§ 15 GrStG).

Wann muss ich die Grundsteuer Dresden zahlen?

Die Grundsteuer wird in der Regel vierteljährlich fällig (15.02., 15.05., 15.08., 15.11.). Auf Antrag ist auch eine Jahreszahlung zum 01.07. möglich.

Kann ich die Grundsteuer auf Mieter umlegen?

Ja. Die Grundsteuer gehört nach § 2 BetrKV zu den umlagefähigen Betriebskosten und kann anteilig auf die Wohnfläche der Mieter umgelegt werden, wenn dies im Mietvertrag vereinbart ist.

Was passiert, wenn der Grundsteuerwert in Dresden falsch festgestellt wurde?

Gegen den Grundsteuerwertbescheid des Finanzamts kann innerhalb eines Monats Einspruch eingelegt werden. Gleiches gilt gegen den Grundsteuermessbescheid. Der städtische Grundsteuerbescheid kann erst korrigiert werden, wenn die Grundlagenbescheide geändert wurden.

Ist die Grundsteuer-Berechnung für Dresden rechtsverbindlich?

Nein. Unser Rechner liefert eine realistische Schätzung auf Basis des städtischen Hebesatzes und der amtlichen Äquivalenzzahlen. Die tatsächliche Steuer ergibt sich aus dem Grundsteuerbescheid des Finanzamts.